Sport : Der Mitarbeiter

Andreas Klöden überrascht mit dem dritten Platz

Sebastian Moll

La Mongie - Vor einem halben Jahrzehnt beschloss das Team Telekom, ein Team im Team zu gründen. Talentierte Jungprofis sollten im Wettkampf langsam an das harte Geschäft der Radprofis herangeführt werden. Einer der Lehrlinge war Andreas Klöden – und der lernte erstaunlich gut, wie sich am Freitag bei der ersten Pyrenäen-Etappe dieser Tour zeigte. Nach seinem dritten Platz ist Klöden in der Gesamtwertung nun Fünfter.

Im Frühjahr 2000 überraschte er zum ersten Mal. Zum Erstaunen auch seiner Mannschaft gewann Klöden die renommierte Fernfahrt Paris-Nizza. Trotzdem hielt es die Teamleitung des deutschen Rennstalls für verfrüht, ihn zur Tour de France zu schicken – die Belastung erschien zu groß für einen so jungen Fahrer. Als er dann 2001 mitfahren durfte, war er einer der wichtigsten Helfer von Jan Ullrich und entwickelte sich zu einem seiner engsten Vertrauten. Doch auf diesen viel versprechenden Karrierestart folgten zwei schwierige Jahre. Zwei Mal erlitt Klöden einen Bandscheibenvorfall, bei der Tour 2003 musste er wegen einer Knieverletzung aufgeben. Deshalb überrascht seine starke Form in diesem Jahr ihn selbst nicht: „Es war das erste Mal seit drei Jahren, dass ich mich ungestört vorbereiten konnte.“ Klöden trainiert viel mit Ullrich, entscheidend für sein Comeback war jedoch auch ein Trainerwechsel. Seit vergangenen Herbst arbeitet er mit Thomas Schediwie zusammen, dem Trainer von Steffen Wesemann. Wesemann schaffte in diesem Jahr mit dem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt seinen großen Durchbruch.

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