Sport : Der Nächste, bitte

Schmidt spielte als sechster Hertha-Profi bei den Amateuren

André Görke

Berlin. Als die Profis des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC am Wochenende in Cottbus kickten, kam auch Andreas Schmidt wieder zum Einsatz – in Rathenow. Der Mittelfeldspieler spielte erstmals nach seiner Schulterverletzung vor sechs Wochen in der viertklassigen Oberliga bei Herthas Amateuren. Die gewannen 2:0 bei Optik Rathenow – und Schmidt zählte zu den besten Spielern. Dass die Bundesligisten bis zu sieben Profis bei den Amateuren einsetzen dürfen, ist seit dieser Saison erlaubt. Drei Spieler dürfen älter als 24 Jahre sein. Nur an den letzten vier Spieltagen der Oberliga-Saison darf Hertha keine Profis bei den Amateuren einsetzen. Herthas Trainer Huub Stevens macht von dieser neuen Regel Gebrauch: Er hat neben Schmidt schon fünf weitere Rekonvaleszenten aus dem Profikader in dieser Saison zu den Amateuren geschickt. Eine Übersicht.

Denis Lapaczinski: Für ihn ist die Oberliga Routine geworden. Das Spiel in Rathenow war sein dritter Einsatz nach seinem Knöchelbruch im April. Er ist schneller, wendiger geworden, hat weniger Angst bei Zweikämpfen. Ein Einsatz am Sonnabend gegen Leverkusen käme aber zu früh.

Alex Alves: Als Hertha vor eineinhalb Wochen spielfrei war, holte sich der Brasilianer Spielpraxis bei den Amateuren. In seinem ersten und einzigen Spiel schoss er gegen Brandenburg Süd 05 ein Freistoßtor. Der Stürmer kann es noch – das hat er auch in Cottbus gezeigt: Alves traf zum 2:0.

Stefan Beinlich: Ihn plagte lange ein entzündeter Zeh. Deswegen nahm ihn Trainer Stevens nicht mit nach Cottbus. Er kommt auf zwei Einsätze bei den Amateuren. Mehr werden es wohl nicht werden: In der nächsten Woche gehört Beinlich vermutlich wieder zum Profikader.

Marko Rehmer: Er spielte zweimal in der Oberliga, ist aber längst wieder fit. Wer ihn beobachtete, sah den Sinn der Einsätze bei den Amateuren: Rehmers Bewegungsabläufe wurden besser, schneller. Der Lohn: Stammplatz in der Bundesliga, Einladung zur Nationalmannschaft.

Christian Fiedler: Herthas Ersatztorhüter kam nur einmal zum Einsatz – beim 6:1 bei Türkiyemspor. Stevens hatte Fiedler Spielpraxis verordnet. An Stammtorhüter Gabor Kiraly kommt er nicht vorbei. Stevens hatte ihn in Kreuzberg aber persönlich beoabachtet.

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