• Der nächste Schritt ist nicht weit Deutsche Volleyballer mit positiver Weltliga-Bilanz

Sport : Der nächste Schritt ist nicht weit Deutsche Volleyballer mit positiver Weltliga-Bilanz

Kattowitz - Der ganz große Coup blieb ihnen verwehrt, doch die deutschen Volleyballer können nach ihrem starken Weltliga-Auftritt voller Zuversicht auf die Weltmeisterschaft in zweieinhalb Monaten blicken. „Die Bilanz ist doch sehr positiv. Niemand hat erwartet, dass wir nach der langen Pause so durchstarten“, sagte Kapitän Björn Andrae über das gelungene Weltliga-Comeback nach sechs Jahren in der zweiten Reihe des Volleyballs.

Sieben Siege, nur fünf Niederlagen und ein unerwarteter zweiter Platz noch vor Europameister Polen: Zwar müssen die Männer des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) weiter auf ihren ersten Sprung in die Weltliga-Endrunde warten, doch so nah wie im WM-Jahr war die absolute Weltspitze noch nie. Selbst gegen den Europameister konnten die Mannschaft von Bundestrainer Raul Lozano drei von vier Spielen gewinnen – und ließ sich sogar im Hexenkessel von Kattowitz zumindest beim ersten Auftritt in Polen nicht einschüchtern.

„Wir sind als Mannschaft zusammengewachsen. Wir sind ein gutes Team geworden“, beschrieb Angreifer Gregor Grozer nach zwölf Weltliga-Spielen den Aufwärtstrend im deutschen Lager. „Manchmal machen wir noch zwei oder drei Fehler zu viel – wie in einigen Sätzen gegen Kuba. Daran müssen wir jetzt noch bis zur WM arbeiten.“ Grozer glaubt jedoch, dass die Deutschen dann beim Saisonhöhepunkt Ende September in Italien „die gleiche Qualität wie die besten Mannschaften“ haben werden.

„Da ist noch ein Unterschied. Da ist noch ein Stück, was wir vor uns haben“, hatte Bundestrainer Lozano nach den beiden unerwarteten Auftaktsiegen vor einem Monat gegen Polen die Euphorie im deutschen Lager gedämpft. Und der erfahrene Coach sollte Recht behalten: Gegen Gruppensieger und Endrundenteilnehmer Kuba gab es für die DVV-Männer nichts zu holen, gerade bei den entscheidenden Ballwechseln fehlte dem jungen deutschen Team die Erfahrung. „Um das zu lernen, ist die Weltliga da“, erkannte Zuspieler Patrick Steuerwald.

Doch nach und nach wird der Abstand zu den ganz Großen immer geringer. „Wir haben geschlagen, wen wir schlagen mussten“, erklärte Kapitän Andrae. Der nächste Schritt soll dann Ende September gelingen: bei der Weltmeisterschaft in Italien. dpa

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