Der nächste Sprung : Volleys sind Berlins Mannschaft des Jahres 2013

Die Volleys sind erstmals Berlins Mannschaft des Jahres und erhoffen sich davon einen weiteren Popularitätsschub für ihren Klub - und die Sportart Volleyball.

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Hoch das Ding. Die Berlin Volleys siegten im vierten Finale in Friedrichshafen nach einem dramatischen Spiel 3:2 und durften anschließend die Meisterschale stemmen.
Hoch das Ding. Die Berlin Volleys siegten im vierten Finale in Friedrichshafen nach einem dramatischen Spiel 3:2 und durften...Foto: Imago

Die Spieler der Volleys Berlin mussten am Samstagabend so schnell wie möglich fertig werden – wussten allerdings nichts davon. Die Verantwortlichen der Berliner hatten ihnen vor ihrem Bundesligaspiel gegen den VC Dresden nicht verraten, dass sie Berliner Mannschaft des Jahres 2013 geworden sind und deshalb vor der Max-Schmeling-Halle ein Bus auf die Spieler wartete, um sie so schnell wie möglich zur Ehrung ins Neuköllner Estrel-Hotel zu bringen. So ließen sich die Volleyballer vor 3468 Zuschauern beim 3:1 (25:17,22:25,25:23,25:23) im Bundesligaspiel über Dresden mehr Zeit als nötig. Die Berliner gaben einen Satz ab, siegten erst nach mehr als eineinhalb Stunden und trafen erst um 22.35 Uhr bei der Gala ein. Dort aber wurden die Spätankömmlinge umso ausgelassener gefeiert.

Erstmals in der Vereinsgeschichte ist den Berliner Volleyballern diese Ehre zuteil geworden, 16,95 Prozent der abgebenen Stimmen fielen in diesem Jahr auf den amtierenden Deutschen Volleyball-Meister. „Das bedeutet uns unglaublich viel“, sagt Volleys-Manager Kaweh Niroomand, „das ist eine Anerkennung und eine Auszeichnung unserer Arbeit.“ Der Hauptverantwortliche des Berliner Volleyballprojekts erhofft sich von diesem Titel einen weiteren Schub. „Das wird uns helfen, die BR Volleys noch populärer zu machen“, sagt Kaweh Niroomand.

Die Auszeichnung kommt zum richtigen Zeitpunkt. 2013 konnten die Volleys ihre Meistertitel eindrucksvoll verteidigen. Mit nur einer Niederlage spielten sich die Berliner durch die Hauptrunde, in den Play-offs kam nur noch eine weitere hinzu. Mit 3:1 nach Siegen gewannen die Berliner das Finale gegen den Dauerrivalen und ehemaligen Seriensieger VfB Friedrichshafen. Auch in der Champions League konnten sich die Volleys mit dem Einzug ins Achtelfinale sehr gut präsentieren, gegen den späteren Dritten Unics Kazan war allerdings Endstation.

Doch wahrscheinlich gilt die Auszeichnung auch dem organisatorischen Sprung, den die Volleys im letzten Jahr vollzogen haben. Im dritten Finalspiel gegen den VfB Friedrichshafen konnten sie die Max-Schmeling-Halle erstmals mit 8500 Zuschauern ausverkauft melden. Was die Popularität betrifft, haben die Volleys zur lokalen Konkurrenz aufgeschlossen. Und gelegentlich sogar überholt, wie die Wahl zur Mannschaft des Jahres beweist.

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