Sport : Der Neue fehlt schon wieder Yildiray Bastürk fällt bei Hertha BSC länger aus

Friedhard Teuffel

Walchsee – Am Dienstagmorgen hatte Dieter Hoeneß über Sinn und Zweck eines Trainingslagers gesprochen. „Das Wichtigste ist, dass keine neuen Verletzungen dazukommen“, hatte der Manager des Fußball-Bundesligaklubs Hertha BSC gesagt. Am Nachmittag schritt Hoeneß dann mit ernster Miene durch das Mannschaftshotel der Berliner am Walchsee in Tirol und erklärte: „Was ich heute Morgen gesagt habe, können Sie streichen.“ Er hatte gerade die Nachricht erhalten, dass Yildiray Bastürk einen Haarriss im rechten Wadenbein erlitten hatte und wahrscheinlich sechs Wochen ausfallen wird. In den ersten drei oder vier Saisonspielen wird der Zugang den Berlinern fehlen.

Ausgerechnet Bastürk hat das Ziel des Trainingslagers also nicht erreicht. Gerade ihn hatten die Berliner doch von Bayer Leverkusen verpflichtet, um einen Qualitätssprung zu machen. Der 25 Jahre alte Türke soll im offensiven Mittelfeld an der Seite der beiden Brasilianer Marcelinho und Gilberto eine bisher in Berlin nicht gekannte Torgefahr erzeugen. Er soll vor allem Marcelinho entlasten, der in der vergangenen Runde zu oft auf sich allein gestellt war und der Hertha spürbar fehlte, nachdem er sich im ersten Spiel der abgelaufenen Saison den Fuß gebrochen hatte. Nun ist Yildiray Bastürk selber verletzt. Ihren schönen Plan von der Offensive im Mittelfeld müssen sich die Berliner wohl noch etwas aufheben.

Schon aus dem Testspiel beim SSV Ulm in der vergangenen Woche war Bastürk mit einer Prellung am Fuß herausgegangen. In den ersten Tagen des Trainingslagers in Tirol spielte er jedoch immer mit, und musste sich nur einmal an den Rand des Spielfelds setzen, um seinen geprellten Fuß mit einem Eisbeutel zu kühlen. Bei einem Zweikampf stieß er jedoch am Dienstag unglücklich mit Michael Hartmann zusammen.

Bastürks Verletzung ist nun schon die zweite Nachricht, die für Trainer Falko Götz die personelle Auswahl einschränkt. Zuvor hatte der Verein bekannt geben müssen, dass Marko Rehmer vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien für neun Meisterschaftsspiele gesperrt wird. Der Druck auf die anderen Spieler wird jetzt größer, denn aus der vergangnen Saison haben die Berliner auch diese Erfahrung mitgenommen: Ein schlechter Start kann eine Mannschaft gleich sehr weit hinabziehen.

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