Sport : Der Platz in der Mitte

Stefan Tillmann

Yildiray Bastürk ist in dieser Saison die zentrale Figur im Spiel von Hertha BSC. Dabei fiel er die Hälfte der Spiele verletzt aus. In seiner ersten Verletzungspause litten die Berliner wochenlang, gewannen ohne Bastürk kein Spiel, rutschten von der Tabellenspitze ins Mittelfeld und erklärten ihn zur unersetzbaren Person. Zum zentralen Spieler nach Marcelinho. Doch Bastürks Vertrag läuft zum Saisonende aus. Hertha will den spielstarken Türken unbedingt halten und betont gerne seine Bedeutung. Der Spielmacher will nur verlängern, wenn er eine Perspektive erkennt. Der 27-Jährige sehnt sich nach der Champions League, wo er mit Bayer Leverkusen einst erst im Finale verlor.

Nach anderthalb Spielen hat sich dann Bastürk erneut verletzt. Auch dies ist bereits einen Monat her. Die zweite Verletzungspause hat Hertha besser genutzt. Trainer Falko Götz hat dem jungen Ashkan Dejagah die Position Bastürks anvertraut. Die Mannschaft verlor keines der vier Spiele – nun kann Götz endlich die Schwere von Bastürks Verletzung einräumen. Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher hatte sich einen Monat lang gewundert, wenn Götz Bastürks Rückkehr jeweils für das nächste Spiel angekündigt hatte. An eine Rückkehr ist frühestens in ein bis zwei Wochen zu denken.

So lange können die jungen Spieler weiter Selbstbewusstsein erwerben für eine mögliche Zeit nach Bastürk. Vielleicht lässt sich der Umworbene, dessen Zukunft im Winter verhandelt wird, sogar noch überzeugen, dass das junge Team eine Perspektive bietet. Auch wenn sie ohne ihn wohl nicht bis zur Champions League reicht.

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