• „Der Rauswurf beim HSV war gut für mein Image“ Kurt Jara über seinen neuen Job als Trainer in Kaiserslautern

Sport : „Der Rauswurf beim HSV war gut für mein Image“ Kurt Jara über seinen neuen Job als Trainer in Kaiserslautern

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Herr Jara, Sie übernehmen eine Mannschaft, die Vereinschef Jäggi einen Sauhaufen nannte, und die manche für untrainierbar halten, weil innerhalb des Kaders wenig stimmt.

Ich halte sie nicht für untrainierbar. Wenn alles stimmen würde, hätte man nicht den Trainer gewechselt. Beim Hamburger SV habe ich auch weit unten auf Platz 15 angefangen. Und wir sind da unten rausgekommen. Fest steht, die Mannschaft steht auf einem Platz, der ihr nicht würdig ist.

Waren sie überrascht, dass man ausgerechnet Sie angerufen hat?

Man ist immer überrascht. Aber ich habe mir in Hamburg einen guten Namen gemacht, ich hatte Erfolg. Und schließlich war auch der Rauswurf beim HSV gut für mein Image.

Sie mussten beim HSV nach einer Niederlage in Kaiserslautern gehen…

Ja, solche Geschichten gibt es im Fußball. Ich hatte es schon vergessen. Erst gestern ist mir das wieder bewusst geworden.

Schon Samstag steigt das Kellerduell gegen den 1. FC Köln. Drei Tage lassen wenig Spielraum für Veränderungen?

Wie wir dann irgendwann einmal Fußball spielen, werden wir in den nächsten Wochen besprechen. Die nächsten drei Tage geht es um Arbeit im psychologischen Bereich. Ich will versuchen, der Mannschaft zu vermitteln, dass der Trainer und die Leute hinter ihnen stehen.

Ihr Vertrag gilt auch für die Zweite Liga?

Lassen Sie mich mit der Zweiten Liga in Ruhe, über die spreche ich nicht. Ich habe einen Vertrag bis zum 30.6.2005, und wir spielen in der Bundesliga. Die erste Liga ist das oberste Ziel.

Bis Samstag bekommen sie das in die Köpfe der Spieler?

Ich werde viele Einzelgespräche führen. Spieler wie Kapitän Alex Knavs und Ciriaco Sforza werden eine besondere Rolle spielen.

Das Gespräch führte Oliver Trust.

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