Sport : Der Reiter von Dubai

Nach seinem größten Sieg startet Pedroza heute in Hoppegarten

Ingo Wolff

Hoppegarten. Wenn Eduardo Pedroza über die Galopprennbahn Hoppegarten läuft, dann sind immer etliche Leute um ihn herum. Wo immer der Jockey aus Panama auftaucht, wollen sie ihm für einen seiner vielen Siege gratulieren, viel Glück wünschen oder ein Autogramm haben. Und immer sieht man Pedroza mit einem lachenden Gesicht. Auch deshalb ist der 29-Jährige seit einigen Jahren der Publikumsliebling in Hoppegarten. Am heutigen Sonntag beim zweiten Saisonrenntag vor den Toren Berlins (Start um 13.45 Uhr) wird der Kreis um ihn noch um einiges größer sein als sonst.

Denn Pedroza ist vor vier Wochen beim Millionenrenntag um den Dubai World Cup mit dem siebenjährigen Hengst Paolini einer der größten Erfolge für den deutschen Galoppsport gelungen. Der Jockey ritt im mit zwei Millionen Dollar dotierten Dubai Duty Free Rennen grandios und machte aus dem zuletzt eher glücklosen Hengst Paolini das gewinnreichste deutsche Sportpferd aller Zeiten.

Aus einer schwierigen Situation manövrierte er Paolini in Dubai aus dem Feld heraus und ritt dann an allen vorbei. Nur nicht an dem Südafrikaner Right Approach. Mit ihm kam er Kopf an Kopf ins Ziel, und selbst das Zielfoto brachte kein Ergebnis: totes Rennen und damit zwei Sieger. „Für mich war es der größte Erfolg in meinem Leben", sagt Pedroza. Für den geteilten Sieg gab es 620 000 Euro. Damit ist Paolini erfolgreicher als sein Vater Lando, der bisherige Rekordhalter.

Pedroza wird am Sonntag das erste Mal nach diesem Sieg wieder in Hoppegarten auf ein Pferd steigen. Nicht auf Paolini, den hat Trainer Andreas Wöhler gestern nach Hongkong geschickt. Dort soll er am 25. April den ersten Lauf der WM-Serie der Galopper bestreiten. Der Stalljockey von Wöhler wird im dritten Rennen La Ventana reiten. Weil Wöhler auch im Hauptrennen kein Pferd im Einsatz hat, reitet Pedorza in der Brandenburger Stutenmeile für Trainer Michael Sowa die dreijährige Roseberry. Sie gilt als chancenreiche Außenseiterin. Favoritin in dem mit 20 000 Euro dotierten Listenrennen ist Red Pearl mit Jockey Jozef Bojko.

Der größte Auftritt eines Hoppegartener Pferdes findet heute allerdings in Krefeld statt. Der dreijährige Hengst Maguire aus dem Stall von Trainer Lord John FitzGerald wird mit Jockey William Mongil beim Doktor-Busch-Memorial starten. Hier treffen sich die dreijährigen Hengste zu einem ersten wichtigen Test, wenige Wochen vor dem Mehl-Mühlens-Rennen in Köln, dem ersten klassischen Saison-Rennen. Maguire ist kein Favorit, könnte aber für eine Überraschung gut sein. Mongil hatte in Dubai mit Martillo den fünften Platz belegt. Und Martillo hat 2003 immerhin den Großen Porsche-Preis und damit das wichtigste Rennen in Hoppegarten gewonnen.

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