Sport : Der Rekord, der noch gefehlt hat Rodler Georg Hackl siegt zum 33. Mal im Weltcup

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Innsbruck Georg Hackl jubelte überschwänglich. Selbst für einen wie ihn gibt es noch einen Erfolg, der ihm noch gefehlt hat. Gestern war für den dreimaligen Rennrodel-Olympiasieger insofern ein besonderer Tag. Hackl kam auf der Bahn von Innsbruck-Igls zu seinem 33. Weltcupsieg. Der Deutsche hat damit einen Weltrekord eingestellt: Ein Jahr nach seinem letzten Weltcuperfolg an gleicher Stelle zog er mit dem Österreicher Markus Prock gleich, der bis gestern als einziger Rennrodler 33 Weltcupsiege erreicht hatte.

Dabei war der Weg zum Rekord für Hackl nicht einfach. Am Freitag war der Bayer im Challenge-Cup fast noch gestürzt. Da sah es noch nicht so aus, als sollte Hackl am Sonnabend zu seinem erstem Weltcupsieg seit einem Jahr kommen. „Es ist sehr schön, wieder mal ganz oben zu stehen, aber das mit dem Rekord ist eine Sache für die Statistiker“, sagte er. „Außerdem kann sich der Markus nicht mehr wehren.“ Prock hat nämlich die Karriere beendet. Der Österreicher nahm die Einstellung seiner Bestmarke übrigens gelassen zur Kenntnis. „Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden“ , sagte er.

Für Georg Hackl war es indes wichtig, dass er nach den Plätzen vier, drei und zwei in den jüngsten Rennen seinen Aufwärtstrend in Innsbruck fortsetzte. Schließlich findet in einem Monat, vom 18. bis 20. Februar, die Weltmeisterschaft in Park City im US-Bundesstaat Utah statt. Hackl sieht sich dafür nun bestens vorbereitet: „Ich habe mich in der Materialtechnik auf alte Tugenden besonnen und bin körperlich gut drauf.“

Hackl zeigte sich auf der Bahn, auf der er vor acht Jahren seinen letzten WM-Titel geholt hatte, in blendender Form. Den Rückstand am Start – für Hackl schon eine gewohnte Situation – holte er im Eiskanal auf. Der 38-jährige Deutsche bewältigte selbst die gefürchtete Kurve neun, in der er am Vortag noch Probleme gehabt hatte. In besagter Kurve habe er seinen 33. Sieg im Weltcup eingefahren, sagte Hackl. „Ich hatte meinen Schlitten nach dem Fast-Sturz am Freitag umgebaut und bin dann am Samstag so gut gefahren, wie es die Grenzen der Physik erlauben“, sagte Hackl. Tsp

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