• Der Rekordmeister fühlt sich vom DFB verschaukelt und kritisiert die "seltsame Terminplanung" in der Bundesliga

Sport : Der Rekordmeister fühlt sich vom DFB verschaukelt und kritisiert die "seltsame Terminplanung" in der Bundesliga

Uli Hoeneß drischt weiter munter auf Erich Ribbeck ein. Seinem am Wochenende erhobenen Vorwurf, der Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft "kann offensichtlich den Laden nicht mehr zusammenhalten", verstärkte der Manager des FC Bayern München gestern noch. "Wenn man als Person so schwach ist wie er, ist diese Kritik nur berechtigt", sagte Hoeneß dem Fachmagazin "Kicker". "Ich spreche doch nur aus, was alle denken." Der Frontalangriff auf Ribbeck soll nach einem Bericht der "Münchner Abendzeitung" einen triftigen Grund haben: Die Bayern vermuten angeblich ein Komplott mit DFB-Segen und Ribbecks Hilfe zu Gunsten von Bayer Leverkusen. "Ulis Ausbruch hat sicher damit zu tun. Es passieren schon ein paar Zufälle zu viel", sagte Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge.

Sauer ist der Deutsche Meister vor allem auf die laut Rummenigge "seltsame Terminplanung". "Davon profitiert nur Leverkusen. Die Dummen sind wir. Das ist im Meisterschaftsfinale eine absolute Wettbewerbsverzerrung." Grund der Aufregung: Leverkusens Spiel bei Werder Bremen war für Ostersonntag (23. April) geplant, ebenso wie das Spiel der Bayern bei Borussia Dortmund. Beide hätten dann beide auf ihre in der WM-Qualifikation beschäftigten Südamerikaner verzichten müssen. Leverkusen verlegte sein Spiel jedoch auf Gründonnerstag, der Bayern-Termin am Sonntag blieb trotz Protest beim DFB unverändert. "Dabei haben wir ausdrücklich nur unter der Bedingung akzeptiert, dass beide Klubs am Sonntag spielen", sagte Rummenigge.

Ribbeck wehrt sich allerdings vehement gegen den Verdacht, in diesen Fall verwickelt zu sein: "Ich habe doch selber dafür plädiert, dass die Bayern schon am Samstag in Dortmund spielen, mit Elber und Santa Cruz. Mir ist doch vor dem Schweiz-Länderspiel auch jeder zusätzliche Ruhetag lieber." Der Teamchef wundert sich ohnehin über die vielen "Querschläge" aus München: "Ich weiß auch nicht, was das soll. Vielleicht sind die Bayern nervös, weil es in der Meisterschaft und in der Champions League sehr eng geworden ist. Uli Hoeneß sollte sich mal mehr um seinen eigenen Laden kümmern", sagte der Teamchef der "Bild"-Zeitung.

Ribbeck denkt jedenfalls nicht daran, noch vor der Europameisterschaft aufzugeben: "Kein Gedanke, ich ziehe mein Ding durch. Das 1:1 in Kroatien hat mir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das lasse ich mir auch von keinem ausreden."

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