Sport : Der SCC leistet großen Widerstand

2:3-Niederlage gegen Friedrichshafen

Karsten Doneck

Berlin - Ausreden ließ Stelian Moculescu nicht gelten. Da hatte seine Mannschaft, der deutsche Volleyball-Meister VfB Friedrichshafen, noch am Mittwoch in der Champions League bei DHL Ostrava fünf schweißtreibende Sätze zum Sieg benötigt, doch das kümmerte den Trainer nur wenig. Als Deutschlands Ausnahmemannschaft vom Bodensee gestern die nachfolgende Bundesliga-Partie beim SC Charlottenburg sehr mühselig mit 3:2 (25:20, 23:25, 25:23, 28:30, 15:11) gewonnen hatte, verkniff sich Moculescu den eigentlich naheliegenden Hinweis auf den Kräfteverschleiß. „Wir sind doch keine Fußballer, die nach jedem Spiel drei Wochen Pause brauchen“, grantelte Moculescu. Und wollte auch die Leistung des Gegners entsprechend gewürdigt wissen: „Wir haben hier doch nicht gegen eine Kirmestruppe gespielt.“

Die Charlottenburger setzten dem Favoriten, vom ersten Satz mal abgesehen, unerwartet großen Widerstand entgegen. Als Aleksandar Spirovski und Marcus Böhme zu Beginn des zweiten Satzes endlich damit anfingen, mit kraftvollen, risikoreichen Aufschlägen Druck auf den Gegner auszuüben, kamen die 1500 Zuschauer in der Sömmeringhalle in Hochstimmung. Den Höhepunkt eines mitunter dramatischen Spiels brachte der vierte Satz. Beim Stand von 25:26 und 26:27 wehrte der SCC zwei Matchbälle ab, der VfB seinerseits parierte drei Satzbälle des Kontrahenten, ehe der vierte Satzball in den Tiebreak führte.

„Das Spiel hat gezeigt, dass in unserer Mannschaft viel Potenzial steckt“, sagte SCC-Manager Kaweh Niroomand trotz der Niederlage, wies aber auch auf die offenkundigste Schwachstelle hin: „In der Annahme haben wir schwach ausgesehen.“ Dennoch gab SCC-Außenangreifer Sebastian Prüsener den Friedrichshafenern eine Kampfansage mit auf den Heimweg. „Wir sind dran an denen. Bis Saisonende können die sich auf etwas gefasst machen“, sagte Prüsener.

0 Kommentare

Neuester Kommentar