Sport : Der SCC scheitert im Halbfinale

2:3 nach 2:0-Führung gegen Dürens Volleyballer

Frank Bachner

Berlin - Am Ende gab es hunderte betretene Mienen in der Berliner Sömmeringhalle, nur die Spieler aus Düren tanzten. Der Volleyball-Bundesligist SC Charlottenburg verpasste gestern den Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft. In seinem zweiten Pay-off-Halbfinale unterlag der SCC vor 1700 Zuschauern evivo Düren trotz einer 2:0-Satzführung 2:3 (25:14, 25:18, 19:25, 22:25, 11:15). Das erste Spiel hatte der SCC 1:3 verloren.

Im ersten Satz zog der SCC noch schnell auf 10:4 davon. Düren vergab Sprungaufgaben, SCC-Routinier Marko Liefke setzte seinerseits den Gegner durch Sprungaufgaben unter Druck, und der Dürener Diagonalangreifer Heriberto Quero, im ersten Spiel noch überragend, blieb zunächst ohne Wirkung. Beim 7:3 für den SCC wurde er von Marcus Böhme und Sebastian Prüsener abgeblockt. Dass er in dieser Phase trotzdem bester Dürener war, zeigt die Probleme der Gäste. Beim Stand von 4:10 nahm Düren schon die zweite Auszeit. Nachdem Düren bis auf 10:13 herangekommen war, fluchte SCC-Manager Kaweh Niroomand lautstark. Aber dann kam dem SCC die Annahmeschwäche von Sven Anton entgegen. Der Dürener Routinier leistete sich einige Patzer und wurde schließlich ausgewechselt. Ein Ass von Jaroslav Skach sicherte dem SCC schließlich den Satzgewinn.

Der zweite Satz war lange Zeit viel umkämpfter. Es gab reihenweise Aufgabefehler auf beiden Seiten. Die Charlottenburger aber hatten immer weniger Probleme mit den selten hart geschlagenen Aufgaben der Dürener. Und vor allem Sebastian Prüsener zeigte jetzt ein paar starke Szenen. Der SCC führte zwar die ganze Zeit. Im dritten Satz leistete sich der SCC viele Fehler, auf der anderen Seite steigerte sich Quero erheblich. Düren hatte vier Asse, die Charlottenburger vergaben viele Aufgaben. Im hart umkämpften vierten Satz konnten Marko Liefke und Alexander Spirovski Diagonalangreifer Quero zwar gelegentlich blocken, doch insgesamt legte Düren erheblich zu. Im entscheidenden fünften Satz saß Marko Liefke sogar auf der Bank. Düren gewann den Satz – und das Spiel.

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