Sport : Der siebte Mann kommt

Die Fans der Berlin Volleys nehmen die neue Halle an

Nico Müller

Berlin - Seit neuestem treten die BR Volleys in ihren Heimspielen mit einer gefühlten Überzahl an. Nach dem dauerhaften Umzug in die Max-Schmeling-Halle sagt Außenangreifer Björn Höhne: „Das Publikum spielt eine ganz wichtige Rolle für uns, sie sind der siebte Mann“. Dieser musste allerdings den sechs Berliner Feldspielern am Mittwochabend beim 3:0 gegen die Volleys Bottrop nicht sonderlich helfen. Trotzdem nahmen Björn Höhne und Felix Fischer nach den Auszeiten immer wieder Kontakt zu den Rängen auf und heizten die Stimmung an.

2973 Zuschauer kamen am Mittwochabend zu einem Spiel, für das die Berliner im Vorjahr noch in die Sömmeringhalle gegangen wären. Denn zu Gast war der Tabellenletzte, weshalb die Partie auch ein kleiner Gradmesser war, ob die Zuschauer die neue Halle auch gegen Mannschaften annehmen, die nicht zu den Top-Teams der Bundesliga gehören. Sie tun es.

„Wir sind total zufrieden, fast 3000 Leute, besser geht’s nicht“, sagte Björn Höhne. Auf den Tribünen konnte man wieder viele junge Gesichter erblicken. „Unter unseren Fans sind viele Schüler, Studenten und Lehrer“, sagte Manager Kaweh Niroomand. Die Herbstferien dürften die hohe Besucherzahl auch begünstigt haben. Bundesliga-Debütant Florian Hecht sagte: „Diese Kulisse ist einfach traumhaft, die Zuschauer pushen die Mannschaft unheimlich. Das kennt man als Volleyballer eigentlich gar nicht.“

In der Tat sind derartig hohe Besucherzahlen in der Volleyball-Bundesliga ungewöhnlich. Im Durchschnitt besuchten in der vergangenen Saison 1055 Zuschauer die Spiele der 13 Klubs, beim SCC, dem Vorläuferklub der Volleys, waren es durchschnittlich 3067. Den schwächsten Besuch hatten die Berliner dabei gegen die Titans Bergisch Land zu verzeichnen, nur 997 kamen in die Sömmeringhalle. Allerdings stammt auch der Besucherrekord mit 8045 Zuschauern gegen Friedrichshafen vom SCC. Den Minusrekord stellte Absteiger VC Olympia Berlin mit 78 Zuschauern auf. Die Volleys aber fühlen sich bereits wohl in der Schmeling-Halle, Trainer Lebedew findet: „Es macht einfach Spaß hier zu sein.“ Nico Müller

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