Sport : Der Sinn fehlt

1860 München – Dortmund 0:0

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München (dapo). Normalerweise fehlt Werbebanden ein tieferer Sinn, stumm stehen sie da und machen eisern Reklame. Gestern war das anders, im Münchner Olympiastadion erzählte der Streik einer Drehbande die Geschichte des Spiels. Nichts lief rund, sowohl der Endspurt des TSV 1860 als auch der Borussia Dortmunds geriet ins Stocken. Ein 0:0 erwirtschafteten die Teams, ohne die Zuschauer davon überzeugt zu haben, ihre Restziele mit aller Macht erreichen zu wollen: weder Dortmund, das die direkte ChampionsLeague-Qualifikation anstrebt, noch der TSV, der den Angriff auf die Uefa-Cup-Plätze noch mal aufnehmen wollte.

Dennoch weigerten sich beide Trainer, unzufrieden zu sein. „Ich kann mit dem Punkt leben, wenn wir die nächsten beiden Heimspiele gewinnen“, sagte BVB-Trainer Matthias Sammer, während Falko Götz gewohnt freundliche Umschreibungen für die unansehnlichen 90 Minuten fand. „Sehr organisiert gestanden“ habe seine Mannschaft.

Hauptsächlich aber war das Spiel langweilig. Ein missglückter Abschluss von Torsten Frings, eine vergebene Chance von Lars Ricken und zwei Möglichkeiten des zuletzt wenig überzeugenden Benjamin Lauth mussten als Höhepunkte herhalten. Wenn es so etwas wie einen Sieger gab, war es Thomas Häßler. Neun Minuten vor Schluss gewährte ihm Götz den 396. Bundesliga-Einsatz, und sollte er auch in den verbleibenden vier Spielen zum Zuge kommen, könnte er zum Saisonende ein hübsches Jubiläum feiern.

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