Sport : Der Spieler des Tages: Michael Preetz

BERLIN (se jz/sid).Bayern Münchens Alptraum des Jahres 1998 kommt aus Düsseldorf, spielt in Berlin und heißt Michael Preetz.Zweimal binnen eines Dreivierteljahres hat der Stürmer von Hertha BSC dem deutschen Rekordmeister den Trip in die Hauptstadt, wo die Bayern zuvor 20 Jahre lang nicht verloren hatten, kräftig vermiest.

Am 14.Februar siegte Hertha 2:1, für die Münchner war das Thema Meisterschaft damit abgehakt.Preetz schoß das 1:0, bereitete das 2:0 von Ante Covic vor und fabrizierte auch noch ein letztlich bedeutungsloses Eigentor zum Endstand.

Am Samstag beendete der 31jährige nach 609 Minuten seine Torflaute und bescherte den Berlinern mit seinem siebten Saisontreffer trotz Unterzahl einen kaum für möglich gehaltenen 1:0-Erfolg."Wir haben die Übermannschaft dieser Saison geschlagen und damit uns und der Liga einen Gefallen getan", kommentierte Preetz die zweite Saisonniederlage des Spitzenreiters.

Für die Berliner endete damit eine Serie von drei verlorenen Spielen."Wir haben mit einem Schlag für Ruhe gesorgt, obwohl wir wußten, daß es noch schwieriger wird als im Februar.Aber eine vierte Niederlage wäre schwer zu verkaufen gewesen", sagte Preetz erleichtert.Auch er verteidigte den Vorsprung "mit Haut und Haaren", obwohl ihn eine beim Treffer erlittene Knieverletzung so schmerzte, daß eigentlich eine Auswechslung nötig gewesen wäre.Aber Trainer Jürgen Röber hatte sein Kontingent schon erschöpft.

Noch eklatanter sind die Leistenbeschwerden.Seit Wochen quält sich Preetz damit herum, eine Operation soll es jedoch nicht vor der Winterpause geben.Wie sehr das Wohl und Wehe der Herthaner am Torjäger hängt, zeigte sich in den vergangenen Wochen.Trifft Preetz, siegen die Blau-Weißen bislang immer.

Beim 4:1 über Borussia Mönchengladbach am 2.Oktober schaffte der "Lange" sogar seinen ersten Hattrick, danach hatte er Ladehemmung, und Hertha gewann nur noch ein Spiel.Auswärts gelang dem Vizepräsidenten der Vereiningung deutscher Vertragsfußballer, mit Alphonse Tchami Darsteller in einem Hertha-TV-Spot gegen Rechtsradikalismus, in dieser Saison noch gar kein Treffer.Ergo sind die Berliner auf fremden Plätzen noch sieglos.Preetz sagt dazu nur schmunzelnd: "Das ist so eine Fußball-Geschichte, die man nicht erklären kann."

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