Sport : Der Star ist der Klose

Mathias Klappenbach

Wie wird man WM-Star? Philipp Lahm hat in den ersten Spielen angedeutet, wie es gehen kann. Mit einem schnellen Tor im Eröffnungsspiel, vielen Ballgewinnen in der Abwehr und tollen Flankenläufen nach vorne. Miroslav Klose zeigt, wie es ganz sicher geht: mit Toren, Toren und noch mehr Toren. Vor allem wegen seiner vielen Tore ist Klose ein Star dieser Weltmeisterschaft, im In- und Ausland.

Doch für das deutsche Team ist er mehr als der Mitspieler, der vorne steht und die Bälle reinmacht. Klose hat vor dem Turnier gesagt, dass er seine fünf Treffer von der WM 2002 übertreffen möchte. Dieses Selbstbewusstsein fußt auf seiner Entwicklung in den vergangenen vier Jahren. Aus dem effektiven, aber stillen Stürmer ist ein Anführer geworden, der im richtigen Moment sachlich das Richtige sagt. So wie vor dem Spiel zu dem „etwas verkrampften“ Lukas Podolski, der die vermeintliche Kritik des Sturmführers an seinem Kompagnon so verstanden hat wie sie gemeint war, als Aufmunterung und Anfeuerung. Gestern hat nun auch Podolski getroffen.

Klose arbeitet nicht nur neben dem Platz für die Mannschaft, auch auf dem Rasen erkämpft er sich vorbildhaft viele seiner Chancen, deswegen schießt er noch mehr Tore als früher. Klose kann seine Ankündigung und damit auch sich selbst bei dieser WM übertreffen. Und sogar Ronaldo, nicht nur bei dieser WM. Der Brasilianer hat 2002 acht Tore geschossen, so viele wie niemand seit 1970. Miroslav Klose hat jetzt vier. Und kann sich langsam ein neues Ziel suchen.

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