Sport : Der Strand bleibt leer Holtwick Semmler werden in Berlin Vierte

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Berlin - Es war wie fast immer in den Tagen des Grand Slams von Berlin. Auch am Sonntagvormittag prasselte während des Halbfinales von Katrin Holtwick und Ilka Semmler der Regen auf die Beachvolleyballanlage in der Waldbühne. Rund 200 Unentwegte versuchten dennoch so etwas wie Stimmung zu entfachen – am Ende scheiterten sie genauso wie das letzte verbliebene deutsche Duo. Holtwick/Semmler verloren ihr Halbfinale gegen die an Nummer eins gesetzten Chen Xue und Xi Zhang aus China nach großem Kampf 15:21, 21:19 und 11:15 und unterlagen später auch im Spiel um Platz drei dem italienischen Duo Cicolari/Menegatti 13:21 und 19:21.

„Direkt danach überwiegt der Frust, aber insgesamt sind wir zufrieden mit der Woche. Wir haben einige Spiele auf hohem Niveau gezeigt“, sagte Holtwick nach dem verpassten Podestplatz. Wenn nur das Wetter nicht gewesen wäre, aber „für London ist auch viel Regen prognostiziert. Und wir haben bewiesen, dass wir trotzdem Spiele gewinnen können.“

Turnierdirektor Siegbert Brutschin stand am Nachmittag beim Erfolg der Brasilianerinnen Larissa/Juliana im Frauenfinale der Frust ins Gesicht geschrieben. „Ich hätte nie geglaubt, dass man so vom Wettergott abhängig sein kann.“ Der erhoffte Besucherweltrekord für ein Beachvolleyballspiel am Abend zuvor blieb unter diesen „unterirdischen“ Bedingungen reines Wunschdenken.

Hinzu kam das enttäuschende Abschneiden der anderen deutschen Olympia-Teams. Sara Goller und Laura Ludwig zeigten sich einmal mehr zu inkonstant und scheiterten auch an sich selbst. Deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben auch die Europameister Jonas Reckermann und Julius Brink blieben, die sich ebenfalls im Achtelfinale vom Heimturnier verabschiedeten. Das dritte Berliner Beachduo, Jonathan Erdmann und Kay Matysik, wurde am Ende zwar Fünfter, verpasste aber ebenfalls den Finaltag. „Das war natürlich auch keine große Hilfe für das Turnier“, kritisierte Siegbert Brutschin das wenig berauschende deutsche Gesamtergebnis.

Dass trotzdem noch 8000 Fans zum Endspiel der Männer in die Waldbühne pilgerten, macht den Veranstaltern allerdings Mut. Auch deshalb würden sie es im nächsten Jahr gern noch einmal versuchen wollen mit einem BeachvolleyballGrand-Slam in Berlin, „dann aber bitte bei schönem Wetter“, wie Brutschin unmissverständlich klarstellt. Jörg Leopold

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