Sport : Der Streitfall Stanojevic

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Berlin An zwei Pfiffe aus dem Hinspiel in Leverkusen erinnert sich Henning Harnisch immer noch: „Zweimal ist bei Jovo Stanojevic drei Sekunden gepfiffen worden“, sagt der Teammanager des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin, „zweimal im Fastbreak.“ Henning Harnisch hat das in der Meinung bestärkt, dass bei Stanojevic zu oft und vor allem ungerechtfertigt die sogenannte Drei-Sekunden-Regel angewandt wird.

Wenn Alba Berlin heute in der Max-Schmeling-Halle (18.30 Uhr, live auf Premiere) auf Bayer Leverkusen trifft, wird erneut vieles vom Berliner Centerspieler Jovo Stanojevic abhängen. „Er ist abgesehen von dem Bamberger Chris Ensminger der einzige Spieler in der Liga, auf den man sich konzentrieren muss“, sagt Harnisch. Das gilt für die Verteidigung des Gegners – aber nach Meinung von Alba auch für die Schiedsrichter. Die Verantwortlichen der Berliner studieren öfter strittige Pfiffe gegen ihren Centerspieler auf Video. „Stanojevic steht selten länger als drei Sekunden in der Zone“, sagt Harnisch, „selten ist es so, dass man sagt: Stimmt.“ Kotrainer Burkhardt Prigge schickte einmal ein Video an einen Referee, das bewies, dass dieser bereits nach zweieinhalb Sekunden gepfiffen hat.

Im Basketball darf sich kein angreifender Spieler länger als drei Sekunden in der markierten Zone unter dem Korb aufhalten. Die Regel soll verhindern, dass großgewachsene Spieler das gesamte Spiel unter dem gegnerischen Korb verbringen. „Nicht der Spieler, sondern die Spielsituation ist entscheidend“, sagt der Schiedsrichter Mathias Rucht, der heute pfeift. „Die Frage ist, ob sich der Spieler in der Zone einen Vorteil verschafft.“ Über Stanojevic werde in der heutigen Pregame-Konferenz gesprochen. „Wie über jeden anderen Spieler.“

In Karlsruhe sind Stanojevic fünf Offensivefouls gepfiffen worden, woraufhin sich Harnisch beschwert hat. Inzwischen sagt er trotz seiner aktuellen Kritik: „Das Spiel in Karlsruhe war eine Ausnahme, ansonsten finde ich die Schiedsrichter in der Bundesliga absolut in Ordnung.“ ben

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