Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Die Fußball-Weltmeisterschaft rückt immer näher. Heute testet die deutsche Mannschaft in Miyazaki zum letzten Mal gegen eine lokale U21-Auswahl, in fünf Tagen geht es dann richtig los. Wir fassen in dieser Rubrik alle Kurzmeldungen zur Weltmeisterschaft zusammen.

B-Team besiegt A-Team

Bei einem Trainingsspiel am Samstag unterlag das deutsche A-Team mit der Abwehrformation Thomas Linke, Carsten Ramelow und Christoph Metzelder gegen die B-Mannschaft mit 1:3. Im Testspiel gegen ein japanische Nachwuchsteam aus Miyazaki will Völler erstmals während der Vorbereitung auf das am kommenden Freitag beginnende WM-Turnier in der Defensive die Dreierkette mit dem Leverkusener Carsten Ramelow als Abwehrchef aufbieten. „Ich bin bereit für diese Position“, sagte Ramelow.

Einreiseverbot für Maradona

Argentiniens Fußball-Legende Diego Maradona kann nach eigenen Angaben nicht zur WM in Asien reisen. Er habe kein Visum für Japan erhalten, sagte der Star im chilenischen Fernsehen. „Sie werden mir kein Visum geben, obwohl ich Weltmeister bin“, sagte Maradona. Der Fußballer war 1991 in Argentinien wegen Kokainkonsums verhaftet worden. In Japan ist Ausländern die Einreise verboten, wenn diesen Drogenvergehen nachgewiesen wurden. Der 41-Jährige hatte gehofft, für die WM eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten.

Zen-Ruffinen bekräftigt Vorwürfe

Die Fronten zwischen Fifa-Präsident Joseph Blatter und seinem Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen bleiben vor dem Wahlkongress am kommenden Mittwoch in Seoul verhärtet. In einem Brief an die 204 Mitgliedsverbände hat der frühere Uefa-Schiedsrichter am vergangenen Donnerstag noch einmal bekräftigt, zu seinen Vorwürfen gegen Blatter zu stehen. „Ich stehe zu allem, was ich gesagt habe. Alles ist richtig, was in meinem Papier steht“, erklärte Michel Zen-Ruffinen am Samstag am Rande einer Pressekonferenz in Seoul. Der Fifa-Generalsekretär hatte am 3. Mai in einem 33-seitigen Dossier dem 66-jährigen Blatter Machtmissbrauch und Korruption vorgeworfen. Blatter hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Sinclair ersetzt Murphy

Englands Mittelfeldspieler Trevor Sinclair ist gestern in Japan eingetroffen. Er war nachträglich in den WM-Kader berufen worden, nachdem Danny Murphy wegen einer Verletzung seine Teilnahme an dem Turnier abgesagt hatte. Murphy hatte sich am Mittwoch beim Mannschaftstraining den linken Mittelfußknochen gebrochen.

Brasilien überzeugt nicht

Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft hat am Samstag beim 4:0 (0:0)-Testspielsieg über Malaysia nicht überzeugen können. Neun Tage vor dem WM-Start des viermaligen Weltmeisters gegen die Türkei fielen alle Tore der Brasilianer in Kuala Lumpur erst in der zweiten Halbzeit, als beim Heimteam die Kräfte schwanden. Weltstar Ronal- do eröffnete den Torreigen in der 51. Minute. Danach trafen noch Juninho Paulista (63.), Denilson (70.) und Edilson (77.). „Das Team hat zwar gewonnen, aber beim Fan hat es ein Gefühl der Enttäuschung hinterlassen“, schrieb die Nachrichtenagentur „Estado“.

Kampf gegen Betrüger

Beim Mitgastgeber Japan wappnet man sich im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft gegen Kreditkartenbetrüger. Nach Berichten japanischer Medien vom Samstag schulen derzeit die Kreditkartengesellschaften Polizeibeamte und Ladenbesitzer im gesamten Land in Methoden, gefälschte Kreditkarten ausfindig zu machen. Geschäftsbetreiber, die manipulierte Karten entdecken, bekämen von einem Unternehmen sogar eine Belohnung. Eine ähnliche Aktion starten die Unternehmen auch in Südkorea.

Bujsaim pfeift Eröffnungsspiel

Fifa-Schiedsrichter Ali Mohamed Bujsaim aus den Vereinigten Arabischen Emiraten leitet am 31. Mai in Seoul das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft zwischen Titelverteidiger Frankreich und dem Senegal. Insgesamt wurden vom Weltverband die Spielleiter für die ersten 36 Begegnungen der Fußball-Weltmeisterschaft benannt. Ubaldo Aquino aus Paraguay, der Däne Kim Milton Nielsen und der Spanier Antonio Lopez Nieto wurden als Referees für die drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalelf nominiert.

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