Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Die letzten Tests laufen oder sind bereits bestanden, langsam wird es ernst. Noch drei Tage bis zum Eröffnungsspiel der WM. Täglich fassen wir die Kurzmeldungen aus Japan und Südkorea in dieser Rubrik zusammen.

Wetten auf Deutschland lukrativ

Wer auf Deutschland als Weltmeister setzt und richtig liegt, macht ein gutes Geschäft: Bei Buchmacher Intertops in Salzburg beträgt der Kurs auf einen deutschen WM-Sieg 100:10. Argentinien ist Favorit, 45:10 lautet der Kurs auf die Südamerikaner. Mit 50:10 wird Frankreich notiert, mit je 70:10 stehen Italien und Brasilien. Außenseiter sind derzeit Saudi-Aabien und China, beide stehen bei 2500:10.

Keane möchte zurückkehren

Der von Nationaltrainer Mick McCarthy aus dem irischen Weltmeisterschafts-Kader suspendierte Roy Keane hat seine Kritik am Coach bereut. „Ich weiß, dass das, was ich gesagt und getan habe, nicht richtig war. Ich möchte die irischen Fans nicht enttäuschen und bei der WM für Irland spielen. Der Ball liegt jetzt bei McCarthy, ich bin bereit zurückzukehren“, sagte der irische Fußball-Star und Kapitän von Manchester United. Die Kritik an der Verbandsführung, der er amateurhafte Planung vorgeworfen hatte, hat Keane allerdings noch einmal bekräftigt.

Inzaghi fällt aus

Italien muss im ersten Gruppenspiel gegen WM-Neuling Ecuador am Montag in Sapporo ohne Torjäger Filippo Inzaghi planen. Bei einer Kernspintomographie des linken Knies, an dem sich Inzaghi am Sonntag erneut verletzt hatte, wurde eine Bänderdehnung festgestellt.

Scholes muss Asthma nachweisen

Der englische Fußball-Nationalspieler Paul Scholes muss möglicherweise mit einer Reihe von medizinischen Tests seinen WM-Ausschluss abwenden. Der Mittelfeldspieler von Manchester United nimmt wegen seines Asthmaleidens das auf der Dopingliste des Weltverbandes (Fifa) stehende Medikament Salbutamol, was der Fifa auch bekannt war. Allerdings besteht diese nun auf einem Nachweis der Erkrankung.

Ortega mit Maradonas Nummer

Ariel Ortega wird als Nachfolger von Diego Maradona die Nummer 10 auf dem Trikot der argentinischen WM-Mannschaft tragen. Diese Entscheidung traf Nationaltrainer Marcelo Bielsa. Ursprünglich hatte Argentinien die Nummer zehn zu Ehren des ehemaligen Kapitäns ganz streichen wollen, doch die Fifa untersagte das. Danach hatte Ersatztorwart Roberto Bonano die Nummer bekommen sollen, ehe sich der Verband nun für Ortega entschied.

Saudi als Rekord-Nationalspieler

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt im WM-Auftaktspiel am Samstag gegen den Rekord-Nationalspieler der 17. Weltmeisterschaft. Im Tor Saudi-Arabiens steht Mohamed Al-Deayea, der mit bisher 168 Länderspielen während der WM die Bestmarke von Claudio Suarez verbessern kann. Der Mexikaner absolvierte 170 Länderspiele. Auf die meisten Spiele bei Weltmeisterschaften kommt Lothar Matthäus, der bei fünf Teilnahmen zwischen 1982 und 1998 insgesamt 25 Einsätze bestritt.

Schule schwänzen erwünscht

Tausende von südkoreanischen Schülern dürfen während der WM den Unterricht offiziell schwänzen. 966 Schulen wollen den Kindern frei geben, die die Spiele am Nachmittag besuchen wollen. Die Schüler in 460 Grundschulen kommen am Eröffnungstag der WM und an solchen Tagen in den Genuss eines ganz freien Tages, an dem eines der 32 WM- Spiele in Südkorea in ihrer Heimatstadt stattfindet.

Angst vor Stromausfall in Nigeria

Nigerias Elektrizitätswerke haben die einheimischen Fußball-Fans in ganzseitigen Zeitungsanzeigen für den Fall von Stromausfällen bei TV-Übertragungen von der Weltmeisterschaft um Verständnis und Ruhe gebeten. „Mit Orgien der Zerstörung können Sie die Probleme auch nicht lösen. Bitte nehmen Sie deswegen das Gesetz des Handelns nicht in die eigene Hand. Wir wollen für ausreichend Strom sorgen“, lautete der Text in der Anzeige. Bei der WM 1998 in Frankreich hatten Hunderte von Fans Elektrizitätswerke aus Ärger über die Unterbrechungen bei TV-Übertragung von Spielen angegriffen und beschädigt.

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