Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Jetzt geht’s los. Heute wird die WM eröffnet. Wir fassen Kurzmeldungen aus Japan und Südkorea in dieser Rubrik zusammen.

Ballack spielt, Rehmer nicht

Der Leverkusener Michael Ballack wird am Samstag in der ersten WM-Vorrundenpartie der deutschen Fußball-Nationalelf gegen Saudi-Arabien spielen. Zwei Tage vor dem Auftakt gab der Leverkusener nach seiner langwierigen Fußverletzung Entwarnung. „Die paar Tage Ruhe haben mir gut getan. Ich habe kaum noch Schmerzen. Das sind nur noch Kleinigkeiten, die mich kaum mehr behindern“, sagte der 25-Jährige gestern nach dem Training. Marko Rehmer hingegegen wird nicht zum Einsatz kommen. Der Berliner, der am Sonntag gegen eine Juniorenauswahl von Miyazaki erstmals nach längerer Verletzungspause gespielt hatte, absolvierte wegen muskulärer Probleme im Adduktorenbereich erneut nur Lauftraining.

Schröder gibt Hoffnung nicht auf

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat der deutschen Nationalelf gute Chancen eingeräumt, das Achtelfinale zu erreichen. Die deutsche Mannschaft habe „eine gute Chance, die Gruppenspiele erfolgreich zu bestehen“, sagte Schröder. Weiter festlegen wollte er sich nicht. „Ich tippe nicht“, sagte der Kanzler. Die Elf arbeite daran, die teils pessimistischen Einschätzungen in der Öffentlichkeit zu widerlegen. „Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben“, sagte Schröder.

Zen-Ruffinen muss gehen

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat einen Tag nach seiner klaren Wiederwahl an die Spitze des Fußball-Weltverbandes zur Revanche angesetzt. Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen, der den Schweizer mit Anschuldigungen beim Seouler Kongress stürzen wollte, hat einen unverblümten Abmarschbefehl erhalten. „Am Freitag wird sich das Exekutivkomitee mit unserem Mister Proper befassen. Jetzt ist Schluss“, erklärte der 66-jährige Blatter in der Schweizer Tageszeitung „Blick“.

Brasilianischer Späher

Der Kotrainer der brasilianischen Fußball- Nationalelf hat beim Training des ersten WM-Gegners Türkei einen Zwischenfall verursacht. Gilson Nunes gab sich als Journalist aus und verfolgte das Training der Türken im südkoreanischen Ulsan zehn Minuten lang, bis er von einem türkischen Reporter erkannt wurde. Nunes wurde von Sicherheitskräften zum Verlassen des Geländes aufgefordert, blieb aber.

Beckham meldet sich fit

David Beckham fühlt sich fit für einen Einsatz in Englands erstem Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft am Sonntag gegen Schweden. „Ich wollte unbedingt gesund werden, und seit letzter Woche läuft alles so wie es soll“, sagte der Mittelfeldspieler von Manchester United im Trainingslager des englischen Nationalteams auf der Insel Awaji. Sieben Wochen nach seinem Mittelfußbruch hat der 27-Jährige offenbar keine größeren Beschwerden.

Irland bangt um McAteer

Irlands Fußball-Nationaltrainer Mick McCarthy bangt weiter um den Einsatz von Routinier Jason McAteer im ersten WM-Spiel gegen Nigeria. Der Mittelfeldspieler des deutschen WM-Gegners trainiert zwar wieder, doch seine Knieverletzung ist noch nicht komplett ausgeheilt. Dagegen meldete sich McAteers Mittelfeldkollege Mark Kinsella (Charlton Athletic) nach seiner Trainingspause vom Mittwoch wieder einsatzbereit zurück.

Ticketprobleme gelöst

Einen Tag vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hat auch das japanische Organisationskomitee Jawoc Entwarnung beim Ticketproblem gegeben. „Sämtliche Karten sind in Yokohama angekommen und bereits ausgeliefert worden“, hieß es in einer offiziellen Erklärung. Es handelte sich dabei um 150 000 Karten.

WM der Sicherheit

Südkoreas Premierminister Lee Han-Dong hat unmittelbar vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan (31. Mai bis 30. Juni) eine „WM der Sicherheit“ versprochen. „Das wird ein Championat des Tourismus, und es wird eine sichere WM werden“, erklärte Lee. Allein in Südkorea sind 420 000 Polizisten im Einsatz. Jagdflugzeuge überwachen den Luftraum über den WM-Stadien.

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