Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Vier Wochen WM-Fieber liegen vor uns. Damit die Kurve nicht sinkt, gibt es in der dieser Rubrik die wichtigsten Meldungen.

Spielerrat wieder komplett

Nach den Ausfällen von Jens Nowotny und Mehmet Scholl ist der Spielerrat der deutschen Nationalmannschaft wieder komplett. „Wir haben mit der Mannschaft zusammengesessen. Dietmar Hamann und Michael Ballack sind neu im Spielerrat“, sagte Völler dem „Kicker“. Dem Spielerrat gehören außerdem Kapitän Oliver Kahn sowie Oliver Bierhoff, Christian Ziege und Marco Bode an.

Ziege färbt nach

Christian Ziege hat seinen Irokesenschnitt nochmals nachgefärbt. „Damit das Schwarz-Rot-Gold so richtig leuchtet“, sagte er, und: „Ich habe gelernt, dass die Irokesen ein Indianerstamm im Nordosten der USA sind, und dass sie im nordamerikanischen Krieg auf Seiten der Briten gekämpft haben. Die kurzen Haare der Irokesen sollten Furcht erregend aussehen. Das passt doch gut.“

Spione raus

Nach der Ankunft in Sapporo hat die deutsche Nationalmannschaft eine Überraschung erlebt. Im „Sapporo Kitahiroshima Price Hotel“ waren auch Journalisten aus England und Kanada eingebucht. Der DFB setzte daraufhin alles in Bewegung, um sie wieder aus dem Hotel zu komplimentieren. Selbst für die Frauen der deutschen Spieler wird das Quartier während der WM Tabuzone bleiben.

Wilmots angeschlagen

Belgiens Nationalmannschaft bangt vor ihrem WM-Auftakt am Dienstag gegen Japan um den Einsatz von Kapitän Marc Wilmots. Der Mittelfeldspieler vom DFB-Pokalsieger Schalke 04 musste gestern das Training aufgrund von Knieproblemen abbrechen.

Gelb kostet Geld

Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa verhängt erstmals bei WM-Turnieren Geldstrafen für Gelbe Karten. Handelt sich ein Spieler zum Beispiel wegen einer Schwalbe oder Trikotziehens eine Verwarnung ein, muss er zusätzlich 2000 Schweizer Franken Strafe zahlen. Eine Rote oder eine Gelb-Rote Karte bedeutet ebenfalls eine Geldbuße von 2000 Franken.

Castro lässt Strom sparen

In Kuba werden 59 WM-Spiele im Fernsehen übertragen. Als Gegenleistung erwartet Fidel Castro von der Bevölkerung „drastische Stromeinsparungen“. Die staatliche TV- und Radiostation propagierte bereits: „Es gibt viele kapitalistische Staaten, die nichts oder nur wenig von der WM übertragen.“

Fürstenwalde ist Togo

Zeitgleich zur WM sollen brandenburgische Schüler bei einem Straßenturnier kicken. An dem Projekt „Straßenfußball für Toleranz - Schulen zeigen Flagge“ beteiligen sich 71 Grundschulen. So spielt eine Schule aus Templin für Nigeria, Fürstenwalde für Togo und Kleinmachnow für die USA.

Tod eines Fußball-Fans

Seine Liebe zur argentinischen Nationalmannschaft hat ein Jugendlicher in Bangladesch mit dem Leben bezahlt. Kurz vor dem WM-Eröffnungsspiel wurde der 17-jährige Mokhlesur Rahman von einem Stromschlag getroffen, als er mit einer Fahnenstange aus Bambus beim Schwenken der Argentinien- Flagge auf dem Dach seines Hauses eine elektrische Leitung berührte. Er war sofort tot.

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