Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Noch knapp vier Wochen WM-Fieber liegen vor uns. Damit die Kurve nicht sinkt, drucken wir in dieser Rubrik täglich die interessantesten Meldungen.

Schlaflos wegen Klose

Die Feldspieler üben sich in Zuversicht - aber ausgerechnet der Torwart der Iren ist vor dem WM-Spiel gegen Deuschland nervös geworden. Shay Given erlebte das 8:0 der deutschen Mannschaft gegen Saudi-Arabien am Samstag als Schock. „Nachdem ich gehört hatte, dass die Deutschen acht Tore geschossen haben, konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen“, sagte der Torwart einem irischen Sender.

Maradona bittet um Gnade

Der Fußball-Weltstar Diego Maradona hat die japanischen Behörden gebeten, ihm doch noch zu gestatten, der Weltmeisterschaft vor Ort beizuwohnen. Bisher hatte ihm das Gastgeberland wegen seiner Drogen-Vergangenheit das Visum verweigert, während er von Mitausrichter Südkorea sogar eine Einladung erhalten hatte. „Ich bitte Japan, seine Entscheidung zu überdenken“, ließ Maradona aus seinem Domizil in Kuba verlauten, wo er die Begegnungen am Fernseher verfolgt.

Viva Ronaldo

Ronaldos Vorliebe für Musik hat der brasilianischen Nationalelf zwei Karaoke-Computer beschert. Auf seinen Wunsch hin wurden die Stimmungsmaschinen ins Hotel beordert. Unbestätigten Berichten zufolge soll Ronaldo zur Entspannung nach jedem Training singen. Als bester Sänger im Team gilt allerdings Roberto Carlos.

Hooligans, schmerzlich vermisst

Monatelang wurden sie von Regierung und Fußball-Verband auf die Invasion der unbekannten Wesen vorbereitet, doch bis jetzt haben sie noch keinen zu Gesicht bekommen. „Wo sind die Hooligans“, fragen sich die Japaner irritiert. Im Tokioter Vergnügungsviertel Roppongi warten die Sushi-Macher und Restaurant- Besitzer seit Tagen auf den von staatlichen Stellen prophezeiten Feldzug der englischen Gewalttäter. Doch stattdessen liefern die Briten mit feucht-fröhlichen Verbrüderungsszenen ein Kontrastprogramm.

Kein Fußball in Lettland

Fußballfreunde in Lettland haben ein Problem: Kein Fernsehsender überträgt die WM-Spiele aus Asien. Grund: Die Rechte, die Kirch Media inne hat, waren zu teuer. „Wir bekommen täglich Anrufe von aufgebrachten Fans“, sagte eine Regierungssprecherin in Riga. Nun soll eine Lösung gefunden – notfalls mit Steuergeldern.

Inzaghi ist wieder fit

Italiens Trainer Giovanni Trapattoni hat eine Sorge weniger: Stürmer Filippo Inzaghi kann wieder spielen. Inzaghi, der beim 2:0 gegen Ekuador verletzt auf der Bank saß, soll am Samstag gegen Kroatien auflaufen.

Angst vor Massenaufläufen

In China verfolgten Tausende den ersten Auftritt ihrer Mannschaft bei einer WM. Nach Angaben des „Deutschlandfunks“ wurde das Spiel gegen Costa Rica jedoch nicht auf Großbildleinwänden gezeigt, um Massenaufläufe zum 13. Jahrestag des Massakers am Tienanmen-Platz zu verhindern.

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