Sport : Der Tagesspiegel

NAME

FERNOST SO NAH

Dreieinhalb Wochen WM-Fieber liegen vor uns. Damit die Kurve nicht sinkt, drucken wir in dieser Rubrik täglich die interessantesten Meldungen.

Zidane soll selbst entscheiden

Frankreich hofft vor seinem zweiten Gruppenspiel am Donnerstag gegen Uruguay weiter auf den Einsatz von Zinedine Zidane. Der Superstar soll nach seiner Muskelverletzung selbst entscheiden, ob er aufläuft. Offen ist auch der Einsatz von Lilian Thuram. Der Abwehrspieler laboriert noch an einer Schienbeinverletzung, die er sich im Training bei einem Zusammenprall mit Keeper Fabien Barthez zugezogen hatte.

Rivaldo zahlt und darf spielen

Brasiliens Rivaldo muss wegen seiner Schauspiel-Einlage im Spiel gegen die Türkei eine Geldbuße von knapp 8000 Euro zahlen. Damit verhängte die Disziplinarkommission des Weltverbandes Fifa zum ersten Mal in der 72-jährigen WM-Geschichte eine Strafe wegen Vortäuschung eines Foulspiels oder einer groben Unsportlichkeit. Auf eine Sperre für Rivaldo wurde verzichtet.

Türkei lehnt Schiedsrichter ab

Die türkische Nationalmannschaft hat offiziell um die Absetzung von Schiedsrichter Coffi Codjia (Benin) für das Spiel am Sonntag gegen Costa Rica gebeten. Man bevorzuge erfahrenere Referees, betonten die Türken. Trainer Senol Günes hatte bereits nach der 1:2-Niederlage gegen Brasilien heftige Kritik am Unparteiischen Kim Young-Joo (Südkorea) geübt, der Hakan Ünsal und Alpay des Feldes verwiesen und für eine fragwürdige Elfmeterentscheidung gesorgt hatte.

Krach bei den Slowenen

Seit der 1:3-Niederlage gegen Spanien liegen die Nerven bei den Slowenen blank. Nach dem Spiel war es zu Handgreiflichkeiten zwischen Trainer Srecko Katanec und Superstar Zlatko Zahovic gekommen. Erst das Einschreiten von Verbandspräsident Zavru verhinderte einen Eklat. Zahovic, der mit Abreise gedroht hatte, bleibt im Team. Katanec musste zurückstecken und kündigte seinen Abschied nach der WM an.

Streit um Emerson

Nach dem WM-Aus des Brasilianers Emerson ist ein heftiger Streit entbrannt. Emersons Vereinscoach Capello warf dem brasilianischen Nationaltrainer Scolari Fahrlässigkeit vor. „Beim AS Rom gestatte ich solche Spielereien im Training nicht, weil das Risiko sehr groß ist“, sagte Capello. Scolari schlug zurück: „Capello hätte lieber den Mund halten sollen.“ Emerson hatte sich am Sonntag die Schulter verrenkt, als er während eines Trainingsspiels als Torwart agierte.

Ticketproblem gelöst?

Leere Zuschauerplätze soll es in japanischen WM-Stadien künftig nicht mehr geben. Freie Karten für Vorrundenspiele in Japan sollen je zur Hälfte per Telefon und über das Internet angeboten werden. In Südkorea waren Karten für das Auftaktspiel der Gastgeber dagegen an Verkaufsschaltern abgesetzt worden. Auch künftig soll der Absatz der Tickets in Südkorea in eigener Regie erfolgen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben