Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Tonnenweise Gepäck

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) laufen die Vorbereitungen für eine Teilnahme am WM-Achtelfinale auf Hochtouren. 2,5 Tonnen Gepäck des DFB und drei Tonnen Ausrüstung der deutschen Fernsehanstalten wurden per Charterflug auf die südkoreanische Insel Jeju verfrachtet. Ein fünf Mann starkes Vorkommando des DFB und 60 TV-Leute sind mitgereist. Die DFB-Auswahl verlässt am Montag ihr WM-Stammquartier in Miyazaki und fliegt nach Nagoya. Am Dienstag (13 Uhr 30 MESZ/live im ZDF) findet dann in Shizuoka das entscheidende Gruppenspiel gegen Kamerun statt. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder betonte, dass selbstverständlich sei, auch in dem Land zu wohnen, in dem die deutsche Mannschaft ab dem Achtelfinale ihre Spiele austragen würde.

Keine Diskussion um Völler

Auch im Falle eines Scheiterns bereits in der WM-Vorrunde würde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hundertprozentig zu seinem Teamchef Rudi Völler stehen. Daran gebe es überhaupt keine Zweifel, erklärte der 69-jährige Verbands-Chef Mayer-Vorfelder am Sonntag in Miyazaki. „Ich würde ablehnen, dass darüber überhaupt diskutiert wird“, sagte er. Völler, der als Teamchef einen Vertrag bis 2006 besitzt, hatte Fragen über seine persönliche Zukunft nach einem möglichen vorzeitigen WM-Aus als „drittrangig“ eingestuft.

Armbanduhr für Klose

Torjäger Miroslav Klose feierte am Sonntag im deutschen WM-Quartier in Miyazaki seinen 24. Geburtstag. Der Lauterer durfte sich bereits beim Frühstück über zahlreiche Glückwunsch-Faxe und E-Mails freuen. Zum Mittagessen gratulierte noch einmal das gesamte Team mit einer von den DFB-Köchen Heinz Imhof und Jürgen Deppe kreierten Geburtstagstorte. Zudem erhielt der mit vier Treffern bislang beste WM-Torschütze vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine speziell für die WM 2006 in Deutschland angefertigte Armbanduhr.

„Ungewöhnlich telegen“

Nach David Beckhams Elfmetertor zum 1:0-Sieg der englischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gegen Argentinien hat sich der konservative Daily Telegraph öffentlich bei dem „Spice Boy“ für eine bereits vier Jahre alte Kritik entschuldigt. Bei der WM 1998 hatte die Zeitung den Star von Manchester United allein für das WM-Ausscheiden verantwortlich gemacht und ihn als „versnobten, geleckten Idioten“ bezeichnet. Jetzt preist das seriöse Blatt Beckham als „einen perfekten und verdientermaßen reichen Helden“. Er trage zu Recht elegante und teure Kleidung, sei wahnsinnig charmant, habe einen exklusiven Geschmack und sei ungewöhnlich telegen.

Ayala und Caniggia sind fit

Kapitän Roberto Ayala und Altstar Claudio Caniggia kehren rechtzeitig vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Schweden am Mittwoch in den Kader der argentinischen Nationalmannschaft zurück. Abwehrchef Ayala konnte nach einer Oberschenkelverletzung wieder trainieren. Caniggia hatte eine Knöchelverletzung erlitten, die vor dem ersten WM-Spiel der Argentinier gegen Nigeria (1:0) wieder aufgebrochen war. Nach Angaben von Verbandssprecher Andres Ventura wird Caniggia gegen Schweden wieder einsatzbereit sein.

Van Kerckhoven fehlt Belgien

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft muss in ihrem zweiten Gruppenspiel am Montag in Oita definitiv auf den Schalker Nico van Kerckhoven verzichten. „Es ist zu früh für ihn. Wir hoffen, dass er im letzten Gruppenspiel gegen Russland wieder dabei sein kann“, meinte Trainer Robert Waseige. Der Abwehrspieler des DFB-Pokalsiegers laboriert an einer Bänderdehnung im Knie.

Andersson fällt aus

Schweden muss auch im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Argentinien am Mittwoch auf Patrik Andersson verzichten. Der Kapitän laboriert an einer Leistenverletzung und brach am Sonntag einen Belastungstest vorzeitig ab. Wie schon in den ersten beiden Spielen wird Andersson durch den Rostocker Andreas Jakobsson vertreten.

WM für Knavs zu Ende

Für Aleksander Knavs ist die WM schon vor dem letzten Spiel Sloweniens am Mittwoch gegen Paraguay beendet. Der Verteidiger des 1. FC Kaiserslautern erlitt im Spiel gegen Südafrika eine Adduktorenverletzung.

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