Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Kameruns chaotische Flucht

Das Chaos der 44-stündigen Anreise zur WM hat die Delegation von Kamerun bei der Abreise wieder eingeholt. Am Morgen nach dem Vorrunden-K.o. durch die 0:2-Niederlage gegen Deutschland reisten 15 der 23 WM-Spieler auf eigene Faust ab. Sie organisierten ihre Rückreise nach Paris selbst, der Rest wartete auf eine von der Regierung versprochene Chartermaschine der Air Cameroon. Auch Kameruns Trainer Winfried Schäfer ist zurückgeblieben, traut den Planern beim Verband nach der Anreise-Odyssee aber nicht mehr so recht. Der 52-Jährige versuchte also, Kontakt mit der Reise-Abteilung des Deutschen Fußball-Bundes in Südkorea aufzunehmen, um Möglichkeiten auszuloten, notfalls auch seinen eigenen Rückflug selbst zu organisieren. Schäfer: „Ich habe keine Lust, hier lange rumzulungern.“

15 Millionen für Klose

Miroslav Klose kann sich nach seinem fünften WM-Treffer beim 2:0 gegen Kamerun kaum noch vor Angeboten retten. Juventus Turin bietet 15 Millionen Euro für den Stürmer, der noch beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag steht. Neben dem Geld offerieren die Italiener Kloses Klub auch noch den argentinischen Mittelfeldspieler Cavenagehi. Vor Juventus hatte schon der AS Rom Interesse an Klose gezeigt. Auch Bayern Münchens Aufsichtsratschef Karl-Heinz Rummenigge sagte: „Ich hoffe, er spielt mal für uns.“

Uruguays Trainer zurückgetreten

Uruguays Fußball-Nationaltrainer Victor Pua hat nach dem WM-Aus seines Team seinen Rücktritt erklärt. „Mit diesem Spiel endet eine Ära. Das ist meine Entscheidung“, sagte der 46-Jährige dem britischen Sender BBC nach dem 3:3 im letzten Gruppenspiel gegen Senegal. Der Vertrag des Coaches lief ohnehin nach der WM aus. Pua hatte das Amt 2001 von Daniel Passarella übernommen und Uruguay erstmals seit 1990 wieder zu einer WM-Endrunde geführt.

Lemerre vor der Entlassung

Frankreichs Nationaltrainer Roger Lemerre bleibt wohl nur noch bis Freitag im Amt. Der französische Fußball-Verband berief für diesen Tag eine Sitzung des Verbandsrates ein, an der auch Lemerre teilnehmen wird. Der 60-Jährige befand sich am Mittwoch mit der Mannschaft auf dem Rückflug. Der Welt- und Europameister war sensationell in der Vorrunde gescheitert.

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