Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Pinto schlägt Schiedsrichter

Der Portugiese João Pinto, gegen Südkorea vom Platz gestellt, soll dem argentinischen Schiedsrichter Ángel Sánchez einen Faustschlag in die Rippen versetzt haben. Damit würde dem 30-jährigen Profi von Sporting Lissabon eine Sperre von mindestens einem Jahr drohen. Der Präsident des portugiesischen Fußballverbandes, Gilberto Madail, teilte nach Rundfunkberichten mit, dass Pinto im offiziellen Bericht des Schiedsrichters eine Tätlichkeit gegen den Unparteiischen zur Last gelegt werde.

Klose bester Spieler der Vorrunde

Der deutsche Stürmerstar Miroslav Klose ist bei einer Leserumfrage der größten spanischen Sport-Tageszeitung „Marca“ nach seinen bislang fünf Treffern zum besten Vorrundenspieler gewählt worden. Der Lauterer gewann die Umfrage vor seinen Torjäger-Rivalen Jon Dahl Tomasson aus Dänemark, der viermal erfolgreich war, und dem Spanier Raul, der dreimal traf. Neben Klose wurde auch Torwart Oliver Kahn in die WM-Vorrundenelf gewählt.

Kritik an Müller-Wohlfahrt

Bayer Leverkusens Physiotherapeut Dieter Trzolek hat dem DFB-Orthopäden Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt vorgeworfen, die Nationalmannschaft für seine eigenen Interessen zu missbrauchen. „Das ist ein starkes Stück. Nur, um ein bisschen Werbung für sich zu machen, braucht er den DFB nicht zu benutzen. Schließlich wird er gut bezahlt“, sagte Trzolek dem „Kölner Express“. Trzolek kritisierte vor allem, dass Müller-Wohlfahrt mit dem verletzten Jörg Böhme nach Deutschland zurückgeflogen ist, anstatt bei der Mannschaft zu bleiben.

Schock für die Türken

Ein Flug von Südkorea ins japanische Sendai mit heftigen Turbulenzen hat vor dem WM-Achtelfinale gegen Japan in Miyagi am Dienstag die türkische Nationalmannschaft in Angst und Schrecken versetzt. Die Maschine war zweimal durch ein Luftloch mehrere hundert Meter abgesackt. Hasan Sas musste nach einem Schwächeanfall noch in der Maschine ärztlich versorgt werden. Hakan Sükür betete laut um das Überleben der Mannschaft. In der Türkei hatten schon Meldungen die Runde gemacht, die Maschine sei abgestürzt.

Maldini zurück nach Italien

Paraguays Nationaltrainer Cesare Maldini hat nach dem 0:1 im Achtelfinale gegen Deutschland seinen Rücktritt offiziell bestätigt. „Meine Aufgabe ist erledigt. Ich kehre als Beobachter zu meinem Verein AC Mailand nach Italien zurück“, sagte der 70-Jährige nur kurze Zeit nach dem Abpfiff.

Jubel statt Tore in Nordkoreas TV

Das nordkoreanische Fernsehen hat mit fünf Tagen Verspätung Bilder der südkoreanischen Nationalmannschaft gezeigt – allerdings keine Spielszenen. Nur der Jubel nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Ahn Jung- hwan gegen die USA wurde präsentiert. Ahn hatte mit einer imitierten Eisschnelllauf-Einlage für den bei Olympia in Salt Lake City disqualifizierten Landsmann Dong-Sung Kim Partei ergriffen, der Gold an den Amerikaner Apolo Ohno abgeben musste. Die Auswahl der TV-Szene wird als Reaktion des kommunistischen Nordkoreas auf die verbalen Angriffe von US-Präsident Bush gewertet, der Nordkorea in die „Achse des Bösen“ einreiht.

Kicken zur nationalen Erbauung

Mit dem Einzug ins Achtelfinale hat die japanische Nationalmannschaft eine Hysterie im Lande ausgelöst. Die führende Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ setzte den Erfolg der Mannschaft mit dem Aufstieg Japans zu einer der führenden Industrienationen gleich. Nach jahrelanger Wirtschaftskrise sollen Nakata und Co. für nationale Erbauung sorgen.

Fußball statt Militär

Südkoreas wehrpflichtige Nationalspieler sind nach dem Einzug ins Achtelfinale vom 26-monatigen Militärdienst befreit worden. Die Regierung will gewährleisten, dass sich der WM-Kader in Ruhe auf die WM 2006 in Deutschland vorbereiten kann. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wird den Profis gestattet, nach einer viermonatigen Grundausbildung die Karriere in ihren Klubs ohne weitere militärische Pflichten fortzusetzen.

Schweden zu erfolgreich

Schwedens Wirtschaft hat durch die WM-Begeisterung der Fans im Land schon einen Verlust von umgerechnet 218 Millionen Euro erlitten. Zu diesem Ergebnis kam Professor Carl Hamilton von der Stockholmer Handelsschule, der die nicht geleisteten Arbeitsstunden während der TV-Übertragungen von Schwedens Vorrundenspielen in Japan hochgerechnet hatte. Kleiner Trost für Schwedens Unternehmer: Das Achtelfinale gegen Senegal findet am Sonntag statt.

Trapattonis Freude auf Südkorea

Italiens Nationaltrainer Giovanni Trapattoni ist mit Südkorea als Achtelfinalgegner zufrieden. „Besser Südkorea als Portugal“, sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern. Im Gegensatz zu den nach der 0:1-Niederlage gegen Südkorea ausgeschiedenen Portugiesen hätten die Gastgeber „keine technisch überragenden Spieler“. Allerdings seien sie „läuferisch sehr stark und spielen mit großem Enthusiasmus“.

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