Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Merk fliegt zurück

Schiedsrichter Markus Merk ist von der deutschen Nationalmannschaft ausgebremst worden. Da das Team von Rudi Völler ins Viertelfinale eingezogen ist, kann Merk bei dieser WM-Endrunde nicht mehr eingesetzt werden. Das Regelwerk des Weltverbandes Fifa besagt, dass von der Runde der letzten acht an die Referees aus Ländern kommen müssen, die nicht mehr im Wettbewerb vertreten sind.

Metzelder trainiert wieder

Abwehrspieler Christoph Metzelder steht der deutschen Nationalmannschaft am kommenden Freitag im WM-Viertelfinale voraussichtlich zur Verfügung. Der 21-Jährige, der sich am Samstag beim 1:0 der DFB-Auswahl in Seogwipo gegen Paraguay erneut eine Sprunggelenkverletzung zugezogen hatte, kann wieder mit der Mannschaft trainieren.

Der Rubel rollt

Durch den Einzug ins Viertelfinale haben die deutschen Nationalspieler nicht nur Ruhm verdient, sondern auch Geld. Der DFB zahlt jedem Akteur 35 800 Euro für das Erreichen der Runde der letzten acht. Bei einem Sieg im Viertelfinale würde sich die Prämie erneut erhöhen, beim Finalsieg immerhin auf 92 000 Euro. Die US-Amerikaner kassierten allein für den Einzug in die zweite Runde umgerechnet 140 000 Euro pro Spieler, beim Finalsieg wären es sogar rund 550 000 Euro.

Fans stürmen Training

Lautstark verschafften sich etwa 15 deutsche Fans Zutritt zum Training der DFB-Elf am Sonntag. „Wir wollen die Mannschaft sehen“, skandierten die Anhänger, die zunächst vom koreanischen Sicherheitspersonal mit Seilen zurückgehalten wurden. „Das war schon frustrierend, vor Polizisten mit Gummiknüppeln zu stehen“, sagte ein Fan. Doch Teamchef Rudi Völler hatte ein Einsehen und ließ die Fans hinein.

ARD und ZDF verstimmt

Die sprunghaften Entscheidungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben zu einer ernsthaften Verstimmung bei ARD und ZDF geführt. Entgegen allen Ankündigungen und bisherigen Absprachen hat der Verband beschlossen, während seines Südkorea-Aufenthaltes nicht in Seogwipo auf der Insel Jeju zu bleiben, sondern – im Falle eines erfolgreichen Viertelfinales am Freitag in Ulsan – nach Seoul umzuziehen. ZDF-Teamchef Dieter Gruschwitz: „Wir können uns weder logistisch noch finanziell ein drittes Medienzentrum leisten.“

Rummenigge dementiert

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat Gerüchte über einen Vorvertrag mit Miroslav Klose energisch zurückgewiesen, Kaiserslauterns Teammanager Andreas Brehme hat einen Verkauf des WM-Torjägers indes nicht kategorisch ausgeschlossen. Als Trainer werde er sich dafür einsetzen, dass Klose in Kaiserslautern bleibe. Aber wenn ein Verein komme, der 40 oder 50 Millionen Euro zahlen wolle, werde der Verein und nicht der Trainer entscheiden, sagte Brehme im Sat 1-Interview. Rummenigge hatte Spekulationen über einen angeblichen Vorvertrag Kloses mit Bayern München dementiert.

Nestas Fuß geschwollen

Italien bangt vor seinem Achtelfinal-Spiel am Dienstag gegen Co-Gastgeber Südkorea (13.30 Uhr MESZ, live in der ARD und Premiere) um den Einsatz von Abwehrspieler Alessandro Nesta. Den 26-Jährigen von Lazio Rom plagen Schmerzen im geschwollenen Fuß. Die Verletzung hatte Nesta beim zweiten WM-Vorrundenspiel der „Squadra Azzurra“ gegen Kroatien (1:2) erlitten.

Ronaldo glaubt ans Finale

Traut man der Stimmung bei den Brasilianern, ist das heutige Achtelfinale gegen Belgien (13.30 Uhr) in Kobe für die „Selecao“ nur Durchgangsstation zum fünften WM-Titel. „Wenn wir so weiter spielen, fällt es nicht schwer, an das Finale zu glauben“, ist sich Superstar Ronaldo sicher. Nur Kollege Rivaldo warnt seine Kollegen vor dem Duell mit den Belgiern: „Es wird für uns ein Geduldsspiel. Sie werden sich mit elf Mann hinten reinstellen.“

Tod im Stadion

Ein 27 Jahre alter Japaner ist vor dem Achtelfinale zwischen Schweden und Senegal an den Folgen einer Herzattacke gestorben. Der Mann war kurz vor einer Rolltreppe im Stadion Big Eye in Oita zusammengebrochen und von einem Arzt, der als Zuschauer im Stadion war, gefunden worden. Eine Herzmassage blieb jedoch erfolglos.

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