Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Matthäus wird verspottet

„Deutschland, Deutschland, alles ist vorbei“, verkünden zwei Rotterdamer Amateursänger in niederländischer Sprache auf einer CD, die von Montag an in den Niederlanden zu kaufen sein soll. Ihr Lied „Lothar Matthäus Passion“ ist als Antwort auf die deutsche Nummer „Ohne Holland fahr’n wir zur WM“ von Hellmut aus Mallorca gedacht, sagte Sander de Kramer. Er bildet mit dem Schauspieler Joris Lutz das Gesangsduo „Schwalbe Sisters“. Mit ihrem Lied hoffen beide, möglichst viel Geld für die Obdachlosen Rotterdams zusammenzubringen.

Mathis möchte zum FC Bayern

US-Nationalspieler Clint Mathis hat nach wie vor Interesse an einem Wechsel zum deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München. „Ich würde da sehr gerne hingehen“, sagte der Stürmer vor dem Viertelfinale gegen Deutschland. Die Bayern hatten vor der WM mit dem 25 Jahre alten Stürmer bereits Kontakt aufgenommen. „Doch seitdem habe ich nichts mehr gehört“, sagte der Spieler der New York/New Jersey MetroStars mit einigem Bedauern. Mathis würde etwa fünf Millionen Euro Ablöse kosten.

Aigner glaubt an England

Der deutsche Uefa-Generalsekretär Gerhard Aigner hat den Leistungen der deutschen Nationalelf bei der WM ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. „Auch wenn Deutschland noch im Wettbewerb ist, es ist kein gutes Team“, wird der Spitzen-Funktionär der Europäischen Fußball-Union (Uefa) auf der Internet-Seite BBC-Sport zitiert. Für Aigner ist England der große WM-Favorit.

Pelé fordert Beckenbauer

Brasiliens Fußball-Idol Pelé hat Franz Beckbauer als nächsten Präsidenten des Weltverbandes Fifa vorgeschlagen und die Leistungen der Schiedsrichter bei der WM 2002 hart kritisiert. „Franz sollte 2006 Nachfolger von Joseph Blatter werden. Ich habe ihm selbst und anderen schon diesen Vorschlag gemacht“, sagte Pelé. „Franz hat unserem Sport als Spieler sehr viel gegeben, und er hat auch schon Erfahrung an der Spitze seines Klubs und des Verbandes.“ Den WM-Schiedsrichtern gab der dreimalige Weltmeister sehr schlechte Noten: „Es hat hier schon eine Reihe ganz schlimmer Fehlentscheidungen gegeben.“

Rauls Einsatz ungewiss

Der Einsatz von Spaniens Starstürmer Raul im WM-Viertelfinale ist weiter ungewiss. Der 24-Jährige ließ auch gestern das Training aus, obwohl Teamarzt Genaro Borras für diesen Tag den entscheidenden Fitnesstest angesetzt hatte. Raul laboriert seit dem WM-Achtelfinale gegen Irland an einer Muskelverletzung im Oberschenkel, die kein Training möglich machte. Die Spanier spielen am Samstag in der Runde der letzten Acht gegen Südkorea.

Klose, der Staatsfeind

Zum Viertelfinalspiel gegen Deutschland druckte die „New York Post“ ein Foto von Miroslav Klose und schrieb darüber: „Staatsfeind Nr. 1“. Als weiteren Service bot das Blatt Erklärungen zu Begriffen wie „Fifa“, „Hooligans“, „Grätsche“, „Fallrückzieher“ sowie „Rote und Gelbe Karten“.

13-Jähriger begeht Selbstmord

Ein 13 Jahre alter türkischer Junge hat sich in Gemlik das Leben genommen. Der Junge hatte sich nach dem Vorbild des 28-jährigen türkischen Mittelfeldstars Ümit Davala einen „Mohikaner-Schnitt“ zugelegt. Sein Vater hatte daraufhin gefordert, dass sich sein Sohn auch noch die restlichen Haare abrasieren müsse. Der Jugendliche erhängte sich nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anatolia am Fenster des Hauses.

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