Sport : Der Tagesspiegel

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FERNOST SO NAH

Ein Spiel Sperre für Ronaldinho

Der brasilianische Nationalspieler Ronaldinho ist von der Disziplinar-Kommission des Weltverbandes Fifa für ein Spiel gesperrt worden und fehlt damit der „Selecao“ im WM-Halbfinale am Mittwoch in Saitama gegen die Türkei. Der Stürmer von Paris St. Germain hatte beim 2:1-Erfolg im Viertelfinale gegen England zunächst das Siegtor geschossen und dann wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen.

Ronaldos Einsatz gesichert

Der Einsatz des brasilianischen Torjägers Ronaldo im Halbfinale am Mittwoch in Saitama (13 Uhr 30 MESZ) gegen die Türkei ist nicht mehr gefährdet. Der fünfmalige Torschütze im WM-Turnier laboriert zwar an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel, kann aber heute das Training wieder aufnehmen. Wegen dieser Blessur war er im Viertelfinale gegen England (2:1) in der zweiten Halbzeit ausgewechselt worden. In einem Interview mit dem staatlichen italienischen Fernsehsender Rai hat der Star von Inter Mailand Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel zum englischen Meister FC Arsenal London dementiert.

Drei Todesopfer in Südkorea

Bei den Jubelfeiern nach Südkoreas Einzug ins Halbfinale sind drei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem registrierten die Behörden im Land des WM-Mitausrichters nach offiziellen Angaben rund 300 verletzte Personen. Bereits am vergangenen Dienstag waren nach Südkoreas Achtelfinalsieg gegen Italien zwei junge Männern jeweils nach Herzversagen gestorben.

Ehrendoktor Hiddink

Der Trainer des südkoreanischen Teams, Guus Hiddink, erhält für seine Erfolge bei der WM immer neue Geschenke und Auszeichnungen. Jetzt will die Sejong-Universität in Seoul dem 55-jährigen Niederländer die Ehrendoktorwürde im Fach Sportwissenschaften verleihen. Zudem wird in Seoul ein Hotel nach ihm umbenannt.

Streit der Fluglinien

Erst müssen sie noch am Dienstag in Seoul gegen Deutschland gewinnen, aber schon jetzt ist in Südkorea ein erbitterter Streit zwischen zwei Fluglinien entbrannt, wer im Falle des Sieges über Deutschland die eigenen Helden nach Japan bringen darf, wo am 30. Juni in Yokohama das Finale stattfindet. Die private Gesellschaft Asiana bot Südkoreas Verband den kostenlosen Transport an. Dies rief sofort den heftigen Protest der nationalen Linie Korean Air hervor. Ein Sprecher wies darauf hin, dass man den Titel als „offizielle Fluglinie“ von der Fifa erworben habe.

Engländer begeistert empfangen

Etwa 7000 begeisterte Fans haben die englische Nationalmannschaft in der Nacht zum Sonntag auf dem Londoner Flughafen Heathrow empfangen. Den lautesten Jubel ernteten Kapitän David Beckham – und Torwart David Seaman, der durch einen katastrophalen Fehler den entscheidenden Treffer der Brasilianer zu Englands 1:2 mitverschuldet hatte. Seaman hatte sich anschließend bei Englands Fans für seinen groben Patzer entschuldigt.

Zagallo setzt auf Brasilien

Der langjährige brasilianische Nationaltrainer Mario Zagallo erwartet ein Finale zwischen seinem Heimatland und den „bürokratischen Deutschen“. Zagallo ist sich zugleich sicher, dass die „Selecao“ im Endspiel keine Probleme haben werde: „Deutschland wird eine leichte Beute.“

Pelé und Jesus

Brasiliens Fußball-Idol Pelé hat sich zum nicht gegebenen Handelfmeter beim Spiel Deutschland gegen USA geäußert. Pelé: „Der Schiedsrichter hat den USA einen ganz klaren Handelfmeter verweigert. Der deutsche Spieler stand ja wie Jesus mit ausgebreiteten Armen auf der Linie. Auch wenn er sie nicht bewegt hat, muss das bestraft werden.“

Sane will Trainer werden

Der ehemalige Bundesligaspieler und 23-malige senegalerische Nationalspieler Souleyman Sane will sich als Co-Trainer der Nationalmannschaft Senegals bewerben. Bruno Metsu, der die Afrikaner bis ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft geführt hatte, hat bereits angekündigt, dass er wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Metsu liegen nach eigenen Angaben Vereinsangebote aus der Türkei und Frankreich vor. Metsus bisheriger Assistent soll sein Nachfolger werden.

Kaufmann soll gutes Omen sein

Wenn das kein gutes Omen ist: Anna Maria Kaufmann unterbricht ihre Deutschland-Tournee mit dem Musical Evita, um vor dem Halbfinalspiel gegen Südkorea in Seoul die deutsche Nationalhymne zu singen. Der Musical-Star hatte die Hymne auch vor dem gewonnenen EM-Finale 1996 im Londoner Wembley-Stadion vorgetragen.

Donovan ist süchtig

US-Mittelfeldspieler Landon Donovan ist süchtig nach Fußball. Nach dem WM-Aus gegen Deutschland flog der 20-Jährige auf schnellstem Wege zurück in die USA, wo er bereits wieder für seinen Verein San Jose Earthquakes spielte. Donovan wurde beim 4:0 gegen Colorado Rapids in der 85. Minute eingewechselt und von den Fans frenetisch gefeiert.

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