Sport : Der Titelverteidiger ist dabei Griechen und Rumänen qualifizieren sich für EM

Hamburg - Der Mittwoch war ein großer Tag für Otto Rehhagel. Was war der Trainer der Griechen kritisiert worden, weil er als Europameister von 2004 die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verpasst hatte. Das aber ist seit gestern vergessen, denn der Titelverteidiger Griechenland hat sich vorzeitig für die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel gewann ausgerechnet beim großen Rivalen Türkei mit 1:0 und ist nun in der Gruppe C nicht mehr von den ersten zwei Plätzen zu verdrängen. Bundesliga-Profi Ioannis Amanatidis von Eintracht Frankfurt avancierte mit seinem Treffer in der 79. Spielminute zum Matchwinner für den Europameister. Die Türkei hingegen muss um die Qualifikation bangen, sie rangiert hinter Norwegen nur auf dem dritten Rang.

Der Europameister Griechenland ist nun in Gruppe C ebenso nicht mehr von den ersten zwei Plätzen zu verdrängen wie in der Gruppe D die Tschechen nach ihrem Erfolg in Deutschland und die Rumänen in der Gruppe G nach dem 2:0 in Luxemburg. Diese drei Länder qualifizierten sich gestern vorzeitig für die EM in Österreich und der Schweiz.

Dagegen war der Mittwoch kein guter Tag für die britischen Mannschaften. Dabei hatten sich Schotten und Engländer doch so viel vorgenommen. „Bei dem was auf dem Spiel steht, bin ich überzeugt, dass meine Jungs alle Schmerzen überwinden werden“, sagte Schottlands Trainer Alex McLeish. Es kam dann anders, das ersatzgeschwächte schottische Team verlor 0:2 in Georgien. Mchedlidze und Siradze trafen für den vom deutschen Trainer Klaus Toppmöller betreuten Gegner der Schotten, die nun um die EM-Qualifikation vor dem letzten Spiel gegen Italien zittern müssen: Frankreich ist nach dem 2:0 gegen Außenseiter Litauen nun Erster in der Gruppe B. Thierry Henry rettete den Franzosen den Sieg mit zwei Tore innerhalb von nur zwei Minuten in der Schlussphase.

Noch schlimmer als die Schotten traf es die Engländer, trotz eines frühen Tores von Wayne Rooney verloren sie 1:2 in Russland und müssen nun fürchten, dass die Russen an ihnen in der Tabelle vorbeiziehen. Denn hinter dem diesmal spielfreien Spitzenreiter Kroatien (26 Punkte) ist England (23) in Gruppe E zwar noch Zweiter, hat aber ein Spiel mehr bestritten als Russland (21).

Nach der unverhofften Niederlage in Moskau war bei den Engländern der Jammer groß. „Wir hatten das Spiel im Griff. Ich hätte nicht im Traum gedacht, dass wir verlieren würden. Nun aber sind wir in einer schlechten Position. Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand“, sagte Coach Steve McClaren. Im Fall des Scheiterns will er zurücktreten. Dagegen jubelte Matchwinner Roman Pawlitschenko, der mit seinen zwei Toren die Wende zugunsten der Russen brachte. „Wir haben eine perfekte Chance, denn wir können es aus eigener Kraft schaffen“, sagte Pawlitschenko.

Ihre Chance auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr wahrten Portugal und Serbien. Durch ein mühsames 2:1 gegen Kasachstan behauptete der EM-Gastgeber von 2004 aus Portugal Platz zwei in der Gruppe A. Makulula und Ronaldo erlösten mit ihren Treffern die Portugiesen, die mit 23 Zählern hinter dem spielfreien Spitzenreiter Polen (24), aber vor Serbien (6:1 in Aserbaidschan) und dem spielfreien Finnland (je 20 Punkte) rangieren. dpa

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