Sport : Der Trainer als Mutmacher

Flensburgs Handballer müssen sechs Tore wettmachen

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Celje (Tsp). Sie gingen reichlich bedrückt vom Platz, doch KentHarry Andersson machte ihnen wenig später wieder Hoffnungen. „Sechs Tore Rückstand sind nicht so schlecht. Das können wir noch aufholen“, sagte Andersson, Trainer der SG Flensburg-Handewitt. Sicher ist das aufzuholen, doch es wird ganz schwer. Der Bundesliga-Tabellenführer verlor das Finalhinspiel der Handball-Champions-League beim Slowenischen Meister RK Celje Piovarno Lasko 28:34 (13:17). Das Rückspiel findet am kommenden Samstag in der Campushalle von Flensburg statt.

Zur Erinnerung: Im Halbfinale hatte der SC Magdeburg gegen Flensburg-Handewitt einen Zehn-Tore-Rückstand aufgeholt, war aber wegen der auswärts weniger erzielten Tore ausgeschieden. Im Achtelfinale hatte Celje beim spanischen Spitzenklub Ademar Leon gar mit 13 Toren Unterschied verloren, hatte im Rückspiel in eigener Halle aber dennoch den Einzug ins Viertelfinale geschafft. Dort hatte Celje den Deutschen Meister TBV Lemgo gestoppt.

Flensburg fand vor 6000 begeisterten Zuschauern in der Arena „Pod Golovcem“ nicht zu seinem gewohnten Spiel. Kaum einer der Spieler erreichte Normalform. „Der Gegner war gut, aber nicht übermächtig. Wir waren es, die zu viele Fehler gemacht haben“, sagte selbstkritisch Linksaußen Lars Christiansen. Immerhin verhinderten die Norddeutschen in der Schlussphase eine noch höhere Niederlage, als sie einen Neun-Tore-Rückstand in den letzten zwölf Minuten noch um drei Treffer reduzierten.

Erfolgreichster Werfer der SG war der Däne Sören Stryger mit sechs Toren. Als bester Akteur auf dem Feld ragte allerdings Celjes Rückraumstar Sergej Rutenka mit 13 Treffern heraus. Celjes Linkshänder Renato Vugrinec, der in der nächsten Saison für den SC Magdeburg spielt, wurde dagegen gut abgeschirmt. Er kam nur auf drei Tore.

Als Schwachpunkt im Spiel der SG erwies sich die Defensive, die sich vom Gegner ein ums andere Mal ausspielen ließ. Auch Torwart Jan Holpert erwischte nicht seinen besten Tag und konnte nach einem gehaltenen Siebenmeter in der Anfangsphase nur noch wenige Bälle parieren. „Unsere Deckungsarbeit war heute nicht gut. In so einer Situation braucht man einen Torwart, der Impulse setzt. Das war ich heute nicht“, gab Holpert zu. „Wir sind schon alle ein wenig enttäuscht.“

Der THW Kiel steht dagegen nach dem 32:28 (17:10) beim spanischen Klub Balonmano Altea unmittelbar vor dem Triumph im EHF-Cup. Das Rückspiel in der Ostseehalle findet ebenfalls am Samstag statt. „Wir können uns nur noch selber schlagen“, sagte Kiels Nationaltorwart Henning Fritz. Johan Pettersson (8/2), Christian Zeitz (7) und Demetrio Lozano (5) warfen die meisten Tore.

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