Sport : Der Trainer unterschreibt beim 1. FC Kaiserslautern bis 2002

Kaiserslautern bleibt "Otto-Land". Trainer Otto Rehhagel und Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bis zum 30. Juni 2002 fort. Darauf einigten sich der Club und der Fußball-Lehrer nach einer Verhandlungsrunde. Das gab der 1. FC Kaiserslautern am Sonntag bekannt.

Otto Rehhagel sitzt damit nach zuvor unruhigen Wochen wieder fest im Sattel. Dabei hatte ihm Mannschaftskapitän Ciriaco Sforza in der jüngsten Vergangenheit Konzeptlosigkeit, falsche Personalpolitik und Schwächen in der Menschenführung vorgeworfen. Die Abdankung von "König Otto" wurde am Betzenberg nicht ausgeschlossen. Doch die jüngsten Erfolge in der Bundesliga und im Uefa-Cup - mit Hilfe von Weltmeister Youri Djorkaeff - festigten seine Position sogar. Otto Rehhagels Macht beim 1. FC Kaiserslautern ist wieder neu zementiert - darauf haben sich Mannschaft und Umfeld einzustellen.

Rehhagel stand innerhalb der Führungsgremien des Vereins nie ernsthaft zur Debatte. Aufsichtsrat-Vorsitzender Jürgen Friedrich wollte seinen Freund an der Macht sehen und bot ihm schon vor Wochen eine Vertragsverlängerung an, die nun in den nächsten Tagen schriftlich festgehalten werden soll. Otto Rehhagel hat seit dem 20. Juli 1996 in der Pfalz das Sagen und wird als erster Bundesligatrainer - zehn Spiele fehlen noch - zum 800. Mal an der Seitenlinie stehen.

Mit der Einigung auf einen neuen Vertrag steht fest, dass Kaiserslautern die zweitlängste Station in der Karriere des ehemaligen Bundesligaspielers sein wird. Sein Rekord von 14 Jahren ununterbrochener Tätigkeit aus Bremer Zeiten wird bestehen bleiben und wohl auch von ihm selbst nicht mehr zu toppen sein. Rehhagel begann seine Trainerlaufbahn 1972 beim 1. FC Saarbrücken und stieg als Coach bei Kickers Offenbach am 2. April 1974 in die Bundesliga ein. Weitere Stationen waren Dortmund (1976 bis 1978), Bielefeld (1978 bis 1979), Düsseldorf (1979 bis 1980), Bremen (1981 bis 1995) und München (1995 bis 1996). Mit Werder wurde er Europapokalsieger der Pokalsieger (1992), und mit Bremen und Kaiserslautern insgesamt jeweils drei Mal Deutscher Meister und deutscher Pokalsieger.

Mit den Pfälzern brachte er das einmalige Kunststück fertig, als Meister der Zweiten Liga in die Bundesliga aufzusteigen und dort sofort Meister zu werden. Als Bundesligaspieler absolvierte er für Hertha BSC (1963 bis 1965) und den 1. FC Kaiserslautern (1966 bis 1972) insgesamt 201 Punktspiele und erzielte als Mittelfeldspieler 21 Tore.

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