Sport : „Der Trainer wirkt angeschossen“ Fußball-Dozent Below über Union

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Herr Below, wie haben Sie das Spiel des 1. FC Union erlebt?

Zu Hause. Ich habe ja so etwas befürchtet. Die Spiele zuvor haben schon gezeigt, dass die Abwehr bei Union einfach zu schlecht und viel zu langsam für die Zweite Liga ist.

Was geht in Fußballspielern nach einer 0:7-Niederlage vor?

Die stehen natürlich unter starkem psychischen Druck. Die machen sich Existenzsorgen. Bei neun Spielern läuft zum Ende der Saison der Vertrag aus. Über finanzielle Probleme des Vereins wird immer wieder spekuliert. Und nun stellt sich auch die Frage nach einem neuen Trainer.

Hat der Trainer das Team noch im Griff?

Wassilew wirkte nach dem Spiel selbst ziemlich angeschossen. Ich frage mich, ob da die Kommunikation noch stimmt.

Was würde der Mannschaft denn jetzt helfen?

Sie muss sich ein Erfolgserlebnis schaffen. Beim nächsten Spiel gegen Wacker Burghausen könnte das klappen.

Und bis dahin?

Trainieren. Man sollte nun nicht mit der Peitsche auf die Mannschaft hauen. Die Spieler sind ja selbst verunsichert. Und bei den nächsten Spielen darf Union nicht mit dieser risikoreichen Viererkette antreten. Sonst marschieren die durch bis in die Dritte Liga.

Das Gespräch führte Anne-Katrin Löffler.

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