Sport : Der Uefa-Präsident will nichts von einem Rücktritt wissen

Ganz am Schluss der Tagung ergriff der Präsident noch einmal das Wort. "Es gibt Gerüchte, die besagen, ich würde bei unserem nächsten Treffen am 12. Oktober in Aachen zurücktreten. Ich bin bis 2002 gewählt, und ich versichere Ihnen: Ich bleibe", wandte sich Uefa-Chef Lennart Johansson an die 51 Fußball-Präsidenten aus ganz Europa und an den als Gast im Plenum sitzenden Fifa-Präsidenten Sepp Blatter.

Das Gerücht der Amtsmüdigkeit des Schweden war aufgekommen, als seine Frau schwer erkrankt war. Doch die gesundheitlichen Probleme der Gattin sind überstanden. Dennoch: In dem Italiener Antonio Matarrese, dem Norweger Per Omdal, dem Spanier Angel Villar sowie dem Fifa-Angestellten Michel Platini wurden bereits potenzielle Nachfolger gehandelt.

Alle vier Kandidaten gelten als Freunde von Sepp Blatter, dem es natürlich sehr lieb wäre, würde der europäische Verband seinen harten Konfrontationskurs aufgeben und statt dessen die Ideen des Weltfußball-Verbandes Fifa und seines Präsidenten stärker unterstützen.

Unter der Führung von Johansson und seines Generalsekretärs Gerhard Aigner ist daran nicht zu denken. Noch jüngst ließen sie durch eine Londoner Unternehmensberatung ausrechnen, dass eine WM im Zwei-Jahres-Rhythmus den Europäern in den ersten acht Jahren einen Verlust von 300 Millionen Dollar einbringt.

Nun setzt das Duo gegen die Fifa-Bestrebungen auch noch einen neuen, rein europäischen Wettbewerb: In den ungeraden Jahren zwischen EM und WM soll der Nationen-Pokal zur Austragung kommen. Details stehen noch nicht fest, weil sich Europas Fußball-Präsidenten erst darüber klar werden sollen, wie viele Freundschaftsspiele sie mit ihren Nationalmannschaften noch austragen wollen.

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