Sport : Der Verlauf des Falls Baumann

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19. Oktober 1999: Dieter Baumann wird in Tübingen kontrolliert. Die Analyse seiner Urinprobe beim Dopinglabor in Kreischa ergibt mit 19 Nanogramm Nandrolon den fast 10-fachen Wert der erlaubten Menge.



12. November 1999: Baumann wird erneut im Training kontrolliert. Die Analyse wird in Köln durchgeführt und ergibt einen Wert von 24 Nanogramm.



15. November 1999: Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) informiert Baumann über das Ergebnis der ersteb Probe.



17. November 1999: Während der Anhörung Baumanns vor der Anti-Doping-Kommission des DLV wird das Ergebnis der zweiten Probe bekannt. Baumann fordert eine weitere Probe, die ein negatives Ergebnis bringt.



19. November 1999: Baumann gibt eine persönliche Erklärung an die Medien ab. Der DLV gibt die Suspendierung Baumanns bekannt.



2. Dezember 1999: Nachforschungen von Wilhelm Schänzer, Leiter des Kölner Dopinglabors, ergeben, dass eine Zahnpastatube aus dem Hause Baumann mit Norandrostendion versetzt war. Baumann stellt Strafanzeige, die Staatsanwaltschaft ermittelt.



28. Dezember 1999: In Kreischa wird die B-Probe der ersten Kontrolle analysiert. Sie ist positiv.



29. Dezember 1999: Baumann sagt, eine seiner Zahnpastatuben sei vertauscht und präpariert worden.



30. Dezember 1999: Die Analyse der zweiten B-Probe in Köln bestätigt das Ergebnis der A-Probe. Sie ist positiv.



5. Januar 2000: Der die Ermittlungen leitende Oberstaatsanwalt Hans Ellinger erklärt, es gebe zurzeit keine neuen Erkenntnisse darüber, wer die Zahnpastatube manipuliert haben könnte.



6. Januar 2000: Die Anti-Doping-Kommission des DLV beschließt, die Suspendierung Baumanns aufrecht zu erhalten.



Am 22. Januar tagt das DLV-Präsidium zum Fall Baumann und dürfte, nach den bisherigen Erkenntnissen, beim DLV-Rechtsausschuss eine zweijjährige Dopingstrafe beantragen. Der Ausschuss muss dann ein Urteil fällen.

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