Sport : Der Vertreter-Vertreter

Mesut Özil könnte gegen Belgien wieder beginnen

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Kleines Comeback. Mesut Özil meldet sich bei Joachim Löw zurück. Foto: dpa
Kleines Comeback. Mesut Özil meldet sich bei Joachim Löw zurück. Foto: dpaFoto: dpa

Dass die Genesung von Mesut Özil erfreuliche Fortschritte macht, ist für die deutsche Fußballnationalmannschaft einerseits eine positive Nachricht. Andererseits auch wieder nicht. Die vermeintliche Wunderheilung vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien (Dienstag, 19 Uhr) könnte die Gerüchte weiter nähren, dass Özil die Begegnung mit der Türkei, dem Land seiner Väter, nicht aus gesundheitlichen Gründen verpasst hat. Der Mittelfeldspieler selbst hat dem jetzt nachdrücklich widersprochen. Für solche Spekulationen fehle ihm jedes Verständnis, ließ Özil auf dem offiziellen DFB-Kanal mitteilen. „Gerade das Länderspiel in der Türkei wäre für mich ein besonderer Höhepunkt gewesen“, sagte er. Dem Bundestrainer habe er sogar angeboten, „dass ich trotz Schmerzen bereit bin zu spielen. Das hat Joachim Löw aber abgelehnt.“

Gegen Belgien könnte Özil wieder in die Startelf rücken. „Die Beschwerden an der Achillessehne sind geringer geworden“, sagte der Profi von Real Madrid, „ich würde sehr, sehr gerne spielen.“ Das käme auch dem Bundestrainer zupass, weil er noch einen Vertreter für Özils Vertreter Mario Götze benötigt. Der Dortmunder hat die Nationalmannschaft am Sonntag verlassen. „Er hat viele Spiele auf dem Buckel“, sagte Löws Assistent Hans-Dieter Flick, „deshalb haben wir uns entschlossen, ihm ein bisschen Ruhe zu gewähren.“

Der Bundestrainer hat schon vor der Reise in die Türkei diverse Wechsel angekündigt, er will „aber nicht die gesamte Mannschaft austauschen“ – schon um nicht den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auf sich zu ziehen. Deutschlands Gegner Belgien kämpft in einem Fernduell mit der Türkei (gegen Aserbaidschan) noch um die Zulassung zur Relegation für die Europameisterschaft.

Anstelle von Götze sind Ilkay Gündogan und Toni Kroos zur Nationalmannschaft gestoßen, der Kader ist damit auf üppige 24 Mann angewachsen. Drei Spieler konnten am Sonntag allerdings nicht mittrainieren. Jerome Boateng klagte über Muskelprobleme, Bastian Schweinsteiger hat in Istanbul einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen, und Miroslav Klose wird weiterhin von einem Bluterguss im Knie geplagt. „Es ist schon ein bisschen besser geworden“, berichtete Hans-Dieter Flick. Mehr als schmerzfrei geradeaus laufen ist für Klose aber derzeit nicht drin.

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