Der VfB gewinnt gegen St. Pauli : Stuttgarter Befreiungsschlägle

Nur der Dreier zählt: Ein Fußballfest war der zweite Heimsieg der Schwaben nicht. Doch mit dem Sieg klettert der VfB Stuttgart von Rang 18 auf Platz 14.

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Hauptsache gewonnen. Die Stuttgarter Spieler zelebrieren den Erfolg gegen St. Pauli.
Hauptsache gewonnen. Die Stuttgarter Spieler zelebrieren den Erfolg gegen St. Pauli.Foto: dapd

In Stuttgart nennt man ein solch mühsames 2:0 (1:0) wie das des VfB über den FC St. Pauli ein "Befreiungsschlägle". Als Fußballfest geht der zweite Heimsieg nicht durch, aber er taugt für drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, die früh in der Saison große Auswirkung in der Tabelle haben. Das bisherige Schlusslicht Stuttgart klettert am neunten Spieltag von Rang 18 auf Platz 14. Georg Niedermeier traf vor 40.000 Zuschauern mit einem Kopfball (19.) und Zdravko Kuzmanovic erhöhte (79.) auf 2:0.
"Heute zählt nur der Dreier", sagte Stuttgarts Trainer Jens Keller. "Man hat gemerkt, dass wir sehr unter Druck standen. Wir hatten etwas Glück, haben uns aber den Sieg durch unseren kämpferischen Einsatz verdient", so Keller. "Ich habe heute einen sehr guten FC St. Pauli gesehen. Wir können auf der heute sehr guten Leistung aufbauen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.    
Am Ende der ersten Hälfte blieb ein positiver Aspekt aus Stuttgarter Sicht übrig. Es war das  Kopfballtor von Georg Niedermeier aus der 19. Minute zum 1:0. Zu dem Zeitpunkt hatten die Stuttgarter eine ordentliche Portion Glück auf ihrer Seite. Dass sie wie oft in den vergangenen Wochen nur aus einer Standardsituation einen Treffer erzielen konnten, passte zum trüben Bild, das die Schwaben im Spielaufbau hinterließen. Erst vor vier Tagen allerdings hatte der VfB das schwere Spiel in der Europa League gegen Getafe (1:0) bestreiten müssen.
Der FC St. Pauli spielte lange den besseren Fußball. Die Hanseaten kombinierten und hatten  die besseren Chancen. Gerald Asamoah (10.), Fin Bartels (24.), Matthias Lehmann (34), es gab genug Gelegenheiten, einen Treffer zu erzielen. Die größte verpasste Carlos Zambrano als er in der 32. Minute die Latte traf. Die Führung des VfB zur Pause war schmeichelhaft. Die Hamburger aber hatten sich vor dem Tor nicht effektiv genug gezeigt. 
In der 55. Minute schlenzte Max Kruse den Ball an Keeper Ulreich vorbei, hatte aber Pech, dass Serdar Tasci auf der Linie mit einer akrobatischen Einlage in letzter Sekunde retten konnte. Die Stuttgarter erhöhten jetzt das Tempo und Kuzmanovic entschied die Partie mit dem 2:0.

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