Sport : Der VfL braucht einen Leitwolf

Wolfsburg interessiert sich für Mark van Bommel

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Sie suchen immer noch. Nach einem Leitwolf. Nach einem Spieler, der im Auftrag des VfL Wolfsburg mutig und vorbildlich vorangeht. „Wir werden nicht mit dem großen Kescher vorgehen. Aber vielleicht tun wir im Winter noch etwas in Sachen Neuverpflichtungen“, sagt Dieter Hoeneß. Die Krise der Wolfsburger bringt Hoeneß allmählich unter Zugzwang. Angesichts von nur drei Punkten, die den VfL von einem Abstiegsrang trennen, möchte Hoeneß den Spielern jede nur mögliche Ausrede nehmen. „Wir haben hier genug geredet“, sagt der VfL-Manager.

Ein Sieg im letzten Heimspiel der Hinrunde, zu dem der VfL am Samstag die TSG Hoffenheim empfängt, kann die mäßige Bilanz des Klubs kaum noch schönen. „Geduld hat ihre Grenzen“, sagt Dieter Hoeneß, der dem unter Druck geratenen Trainer Steve McClaren zwar demonstrativ den Rücken stärkt, aber dafür die Spieler in die Pflicht nimmt. Die Führungsetage des VfL vermisst auf dem Platz vor allem einen Führungsspieler, welcher der Wolfsburger Mischung aus begnadeten Individualisten und verunsicherten Mitläufern Halt gibt. Dass Mark van Bommel ein solcher Chef sein könnte, steht außer Frage. „Aber dieses Gerücht kommt aus München. Wir hatten nie konkreten Kontakt zu Mark van Bommel“, behauptete Hoeneß gestern und dementierte damit Medienberichte, denen zufolge der 33 Jahre alte Holländer schon während der Winterpause ein Thema für den VfL sein könnte.

Die Gerüchte um van Bommel und die Sorge, ob Edin Dzeko eigentlich der richtige Kapitän ist, liegen wie ein Schatten über der verunsicherten Mannschaft. Bei Dzeko, der sich so gerne einem größeren Verein anschließen möchte, sorgen die vielen Schlagzeilen wegen eines vorzeitigen Wechsels ständig für Ungemach. Deshalb will Hoeneß den Bosnier spätestens im Sommer entweder noch länger binden oder einen Verkauf einleiten. Um die langfristigen Ziele des VfL zu erreichen, muss aber kurzfristig ein weiterer Personalumbau vorgenommen werden. Hoeneß möchte sich von einigen unter Vertrag stehenden Spielern trennen und könnte kurzfristig durchaus noch einmal nachkaufen.

Die bisherige Transferpolitik hat vor allem eine flache Hierarchie geschaffen. Hoeneß hatte vor der Saison mit Michael Ballack, Anatoli Timoschtschuk und Jermaine Jones bereits prominente Spieler mit Führungsqualitäten umworben. Aber seine Versuche, sie für Wolfsburg zu begeistern, endeten erfolglos.

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