Sport : Der VfL schlägt sich selbst

Zehn Bochumer verlieren 0:4 in Frankfurt

Frankfurt am Main - Mit dem dritten Heimsieg der Saison hat sich Eintracht Frankfurt im Abstiegskampf der Bundesliga etwas Luft verschafft und zugleich die sportliche Krise des VfL Bochum verschärft. Vor 39 400 Zuschauern gewann die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel am Samstag 4:0 (2:0). Dabei profitierte die Eintracht vom frühen Platzverweis des Bochumer Torhüters Daniel Fernandes, der schon in der vierten Minute nach einer Notbremse an Eintrachts Stürmer Martin Fenin die Rote Karte sah. Den Strafstoß verwandelte Nikos Liberopoulos zum 1:0. Der griechische Angreifer erzielte auch das 2:0, die weiteren Treffer für die Frankfurter schossen Markus Steinhöfer und Marco Russ. Die Bochumer sind nach ihrer höchsten Saisonniederlage nun seit zwölf Spielen sieglos. „Das ist eine ganz bittere Niederlage, wir gehen ganz schweren Zeiten entgegen“, sagte der Bochumer Sportdirektor Thomas Ernst.

Der VfL schlug sich quasi selbst: Fernandes vertändelte den Ball gegen Fenin und konnte den Tschechen nur noch per Foul stoppen. Bochums Torhüter musste vom Platz, Liberopoulos ließ dem eingewechselten René Renno beim Elfmeter keine Chance. In der Folge tat sich die Eintracht trotz der Überzahl schwer. Die Bochumer kamen durch Stanislav Sestak sogar noch zu zwei Chancen. Erst zwei Minuten vor der Pause kamen die Frankfurter wieder zu einer Gelegenheit, die Liberopoulos per Kopf nach schöner Flanke von Fenin zum 2:0 nutzte.

Nach dem Seitenwechsel agierte der VfL immer hilfloser, Frankfurt versäumte es, einen noch höheren Sieg herauszuschießen. Der Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel konnte die kuriosen Ergebnisse seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen (0:4 in Dortmund, 4:0 gegen Hannover und 0:5 in Bremen) auch nicht erklären. „So kann es aber nicht weitergehen, weder positiv noch negativ.“dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar