Sport : Der vollendete Traum

Die Stars der USA bezwingen Spanien im hart umkämpften BASKETBALLFINALE 107:100.

Mit aller Macht. US-Star Kevin Durant dunkt den Ball über den Spanier Foto: dapd
Mit aller Macht. US-Star Kevin Durant dunkt den Ball über den SpanierFoto: dapd

LeBron James schnupperte an den Blumen, die er gerade in die Hand gedrückt bekommen hatte, einmal, zweimal, dreimal. Sind die echt? Ja, sind sie, alle in Großbritannien gezüchtet, vier verschiedene Rosen, Minze, Rosmarin, Lavendel. Genauso echt wie das olympische Finale, das LeBron James gerade mit den US-amerikanischen Basketballern gewonnen hatte, es war kein Schauwerfen, kein Vorführen, sondern ein umkämpftes Endspiel.

So konnten sich die Amerikaner über ihre Goldmedaille auch richtig freuen, ein kleines Tänzchen auf dem Parkett aufführen, sie hatten einiges dafür tun müssen, weil die Spanier das von ihnen verlangten. 107:100 endete das Spiel, die Spanier hatten dabei nicht nur ein, sondern gleich drei Viertel mitgehalten. „Ich konnte heute Nacht nicht schlafen, weil ich so aufgeregt vor dem Spiel war. Jetzt bin ich einfach nur froh, dass wir das Double haben“, sagte Kevin Durant, mit 30 Punkten erfolgreichster Werfer der Amerikaner und meinte das Double aus Weltmeisterschaft und Olympiasieg.

Ist das nun das bisher beste Dreamteam der USA? Schwer zu sagen, die Gegner haben sich auf die Amerikaner eingestellt, die Amerikaner haben sich wiederum darauf eingestellt. Sie kommen nun mit besseren Distanzwerfern, sie sind darauf vorbereitet, dass die anderen Teams ihnen die Zone unter dem Korb verstellen. Die Spanier ließen die Amerikaner im ersten Viertel ein, zweimal zu häufig aus der Distanz treffen, stellten sich dann aber besser ein und mussten den Gegner erst kurz vor Schluss davonziehen lassen. Den Unterschied machten ein paar Offensivrebounds der Amerikaner aus und einige Distanzwürfe, die Amerikaner trafen fünfzehn Dreipunktewürfe, die Spanier sieben. LeBron James kam am Ende auf 19 Punkte, Kobe Bryant auf 17, und bei den Spaniern war Pau Gasol der beste Schütze mit 24 Punkten.

Nach dem Spiel küsste Kobe Bryant seine Goldmedaille, kaum dass sie um seinen Hals hing – es wird seine letzte sein: „Das war es für mich. Wir haben genügend Jungs, die die Reise weitergehen können.“ Bryant wird nicht mehr in der Nationalmannschaft spielen. Bei anderen wie bei Chris Paul klang es dagegen so, als könnten sie nicht genug von Olympia bekommen: „Das ist die schönste Zeit meines Lebens. Es gibt nichts Größeres und Schöneres, als bei den Olympischen Spielen dabei zu sein und sein Land zu repräsentieren.“

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