Sport : Der weite Weg zur WM 2007

Hartmut Moheit

wünscht sich von den deutschen Handballern mehr Zutrauen Wenn es bei der Handball-WM in Tunesien zum Essen geht, sind die deutschen Spieler immer pünktlich. Da muss sich Bundestrainer Heiner Brand keine Sorgen machen. Nicht ganz so gut sieht es mit anderen Absprachen zwischen Team und Trainer aus. Zu wenig kann sich Brand darauf verlassen, dass die vorher festgelegte Taktik in den WM-Spielen umgesetzt wird. Vielleicht haben ihn diese Erkenntnis und die lange Liste verletzter Spieler dazu bewogen, gegen Olympiasieger und Weltmeister Kroatien schon mit einer knappen Niederlage zufrieden zu sein. Brand hatte wohl Schlimmeres befürchtet. Dafür spricht sein erleichterter Hinweis darauf, dass sich die Deutschen gegen den großen WM-Favoriten wenigstens nicht blamiert haben.

Dass Kroatien besiegbar war, wie schon in der WM-Vorrunde Norwegen und Serbien-Montenegro, gaben einige der jungen Spieler zu. Meist fehlte ihnen ein Quäntchen an Mut, Können und Glück zum Erfolg, worauf nach bisher gültigen Maßstäben eine im Neuaufbau befindliche Nationalmannschaft noch nicht setzen kann. Dementsprechend gering waren von vornherein die Erwartungen an die WM-Platzierung. Vielleicht sitzt auch zur sehr in den Köpfen, dass erst wieder zur WM 2007 im eigenen Land eine weltmeisterliche Leistung von ihnen erwartet wird.

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