Sport : Der WM-Pokal wandert weiter

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Der damalige Kapitän der deutschen Nationalelf, Franz Beckenbauer, stemmte ihn 1974 als Erster in die Höhe, sein französisches Pendant Didier Deschamps vor vier Jahren als bislang Letzter. Der Weltmeisterschafts-Pokal wurde neu gefertigt, nachdem Brasilien seinen Vorgänger, den nach dem früheren Fifa-Präsidenten Jules Rimet benannten Cup, nach dem dritten Titelgewinn 1970 behalten durfte.

Diese Ehre wird Deutschland nicht zuteil werden – auch wenn die Mannschaft das Finale am Sonntag gewinnen und damit erster dreifacher Weltmeister nach 1970 werden sollte. Das liegt daran, dass die Besitzer des alten Pokals nicht so recht auf diesen aufpassen konnten. Der Coupe Jules Rimet wurde zweimal gestohlen: 1966 kam er während einer Ausstellung in London abhanden und wurde hernach von einem Hund ns Pickles in einem Müllhaufen wieder aufgespürt. Nach dem zweiten Diebstahl 1983 in Brasilien blieb der Rimet-Pokal dann verschollen, wahrscheinlich wurde er von den Dieben eingeschmolzen. Seither erhält jeder Weltmeister das Original der neuen goldenen Trophäe aus der Werkstatt des italienischen Bildhauers Silvio Gazzaniga nur noch für vier Jahre. In den dauerhaften Besitz des DFB ginge im Falle eines WM-Sieges am Sonntag lediglich ein vergoldetes Duplikat über. Martín E. Hiller

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