Derby in Manchester : City verdrängt den Rivalen von Platz eins

Im direkten Duell um den Titel in England hat sich Manchester City gegen den Stadtrivalen durchgesetzt und zwei Spieltage vor Saisonende die Tabellenführung übernommen. Zum Matchwinner wurde ein Ex-Bundesligaprofi.

Tor! Vincent Kompany trifft zum 1:0- Siegtreffer für Manchester City im Derby gegen United.
Tor! Vincent Kompany trifft zum 1:0- Siegtreffer für Manchester City im Derby gegen United.Foto: dpa

Manchester City hat im 162. Manchester-Derby triumphiert und den Stadtrivalen United von der Tabellenspitze verdrängt. Dank eines Kopfballtors von Kapitän Vincent Kompany kurz vor der Pause feierte City am Montagabend einen 1:0 (1:0)-Heimerfolg über den Rekordmeister - und darf nun zwei Spieltage vor Schluss auf den ersten Meistertitel seit 1968 hoffen. Die Blauen schoben sich dank des klar besseren Torverhältnisses vor die Red Devils (beide 83 Punkte). Unter den 47 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion ließen sich Fußball-Persönlichkeiten wie UEFA-Präsident Michel Platini und Diego Maradona den Meisterschafts-Showdown nicht entgehen.

„Ich weiß nicht, ob es ein Finale ist, aber wir müssen gewinnen“, hatte City-Trainer Roberto Mancini kurz vor Anpfiff gesagt. Sein Team führte United zwar nicht vor wie beim 6:1 in Old Trafford - aber nur die zu Hause noch ungeschlagenen Citizens erspielten sich Großchancen. Zunächst verzog City-Topscorer Sergio Agüero per Volley (25. Minute) und dann per Aufsetzer (36.). Dann stand der ehemalige HSV-Profi Kompany nach einer Ecke vor der Pause goldrichtig und köpfte dynamisch ein (45+1.).

Rekordmeister United präsentierte sich erschreckend einfallslos gegen ebenso kompakte wie stürmische Citizens. Auch Superstar Wayne Rooney, zuletzt in 14 Pflichtspielen mit 16 Toren, blieb glücklos. Da half es auch nichts, dass sich Ferguson ein hitziges Wortgefecht mit Mancini an der Seitenlinie lieferte (77.). Der 20. Meistertitel ist für ManUnited nun deutlich schwerer geworden. Allerdings hat City das härtere Restprogramm und tritt noch bei Newcastle United an (6. Mai). (dpa)

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