Sport : Deutsche Eishockey-Liga: Ein brutales Foul mit viel Anlauf

Michael Topp

Die Berlin Capitals verteidigen auch nach dem 13. Spieltag etwas unerwartete die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Verteidigen deshalb, weil der Gegner der Capitals, die Iserlohn Roosters nach den Spielanteilen eigentlich hätte gewinnen müssen, statt in eigener Halle mit x:x (0:1, 1:2, x:x) zu verlieren. Die ersten beiden Tore der Berliner waren symptomatisch für den Spielverlauf. Iserlohn spielte druckvoller, erarbeitete sich die besseren Chancen und die Capitals schossen die Tore. Das Missverhältniss dokumentiert, warum sie derzeit auf Platz eins rangieren. Mit viel Cleverness hielt die Berlier Abwehr dem Druck der Iserlohner stand und bereitete dann mit klugen Kontern die Tore vor. Die wenigen Möglichkeiten nutzten Berlins Stürmer sehr effektiv. Zumal sich die Roosters in der eigene Abwehrzone alles andere als souverän verhielten. Das erste Tor resultierte folglich aus einer Aufbauschwäche in der die Abwehr den Puck schon in der eigenen Zone verspielte. Das 0:1 durch Robert Guillet (9:45) war zwar kein echter Bauerntrick, aber beim Umfahren des Tores sahen Iserlohns Abwehrspieler ausgesprochen unglücklich aus. Beim 0:2 musste sogar der Videobeweis herhalten. Den Schuss von Thomas Sjögren (21:57) hatte Roosters-Torhüter Radek Toth schon sicher, schob ihn dann aber noch selbst über die Linie. Nach dem kurzzeitigen Anschluss zum 1:2 von Steve Potvin (27:32) erzielten Martin Ulrich (36:04) und ... die übrigen Berliner Treffer.

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