Deutsche Eishockey-Liga : Eisbären Berlin erkämpfen einen Punkt in Nürnberg

Die Eisbären verlieren zwar 2:3 nach Penaltyschießen bei den Nürnberg Ice Tigers, dürfen sich aber durchaus als moralischer Sieger fühlen.

Gute Chance für Julian Talbot, aber der war nicht drin. Florian Busch (hinten) registriert es mit Entsetzen.
Gute Chance für Julian Talbot, aber der war nicht drin. Florian Busch (hinten) registriert es mit Entsetzen.Foto: Imago

Als die Eisbären letztmals bei den Nürnberg Ice Tigers antraten, da versuchten sie eine verkorkste Saison irgendwie zu retten. Im dritten und entscheidenden Spiel der Pre-Play-offs im vergangenen März ging das allerdings schief, die Berliner verloren mit 2:3 nach Verlängerung und verließen das Frankenland einigermaßen bedröppelt. Auch am Freitagabend endete das Duell der beiden Mannschaften mit einer 2:3 (0:0, 1:2, 1:0/0:1)-Niederlage für die Eisbären, diesmal nach Penaltyschießen. Doch die Gäste durften das Eis durchaus erhobenen Hauptes verlassen.

Das lag an Mark Olver, der 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:2 für die Berliner erzielte. Trainer Uwe Krupp hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Torwart Petri Vehanen zugunsten eines sechsten Feldspielers ausgewechselt - und wurde dafür belohnt. Denn der späte Ausgleich bedeutete immerhin noch einen Punkt für die Eisbären. Mitte des zweiten Drittels sah es danach nicht unbedingt aus, Nürnberg führte dank zweier Powerplay-Tore von Dany Heatley und Patrick Reimer 2:0. Doch André Rankel hielt sein Team mit einem verwandelten Penalty im Spiel.

Im letzten Drittel drehten die Eisbären dann richtig auf und drängten den Gegner in dessen Zone zurück. Das Schussverhältnis lautete 16:4 für Berlin, das späte Tor war hochverdient. In der Verlängerung überstanden die Eisbären dann sogar noch eine fast zweiminütige Unterzahl, doch im Penaltyschießen scheiterten Petr Pohl, Rankel und Bruno Gervais allesamt. Der frühere NHL-Superstar Dany Heatley traf als einziger und bescherte seiner Mannschaft damit zwei Punkte.

Trotz der Niederlage bleiben die Eisbären Tabellenführer, da zeitgleich auch Düsseldorf (3:4 in Hamburg) und Iserlohn (1:2 nach Verlängerung in Mannheim) verloren. Am Sonntag wollen die Berliner ihre Spitzenposition im Heimspiel gegen die Augsburger Panther dann nach Möglichkeit aber wieder aus eigener Kraft - sprich mit einem Sieg - behaupten. (Tsp)

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