Deutsche Eishockey-Liga : Eisbären schlagen München nach Penaltyschießen

Nach einem intensiven Spiel besiegen die Eisbären Berlin den EHC München 3:2. Dank des sechsten Sieges in den letzten sieben Spielen dürfen die Berliner weiter auf eine Verlängerung der Saison hoffen.

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Über Umwege. Die Eisbären Berlin bejubeln das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.
Über Umwege. Die Eisbären Berlin bejubeln das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1.

Bei den Eisbären werden jetzt schon Dauerkarten für die nächste Saison verkauft, dabei ist es seit Freitag wahrscheinlich, dass die aktuelle Spielzeit noch mindestens ein zusätzliches Heimspiel für die Berliner parat hält. Die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson besiegte am 50. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) den EHC München vor 14 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof mit 3:2 nach Penaltyschießen (1:0, 1:1, 0:1, 0:0/1:0). Es war der sechste Erfolg der Eisbären in den vergangenen sieben Spielen. In der Tabelle verbesserte sich der Deutsche Meister auf Platz neun und hat vor dem finalen Hauptrundenheimspiel am Sonntag gegen Augsburg gute Chancen, sich für die Pre-Play-offs zu qualifizieren.

Das Spiel Berlin gegen München war das Duell der beiden besten Teams der vergangenen Wochen. Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung mit hoher Intensität. Die Eisbären erwischten den besseren Start und gingen schon in der dritten Minute in Führung. Darin Olver schloss eine Überzahl-Situation nach Zuspiel von Mark Bell zum 1:0 ab. Auch danach hatten die Eisbären Vorteile, vor allem aber standen sie defensiv sicher. Dabei musste der etatmäßige Stürmer Florian Busch wegen der Sperre von Shawn Lalonde in der Verteidigung aushelfen. „Das ist schon etwas ungewohnt, aber dafür hat man von hinten einen guten Überblick auf das, was vor einem passiert“; sagte Busch in der zweiten Drittelpause. Zu diesem Zeitpunkt stand es 2:1 für die Eisbären, die in der 22. Minute zunächst den Ausgleich von Alexander Barta kassierten. Mads Christensen brachte die Berliner in Minute 34 wieder in Führung.

Im letzten Drittel versuchten die vom früheren Eisbären-Coach Pierre Pagé trainierten Gäste noch einmal alles, schließlich ging es für sie noch um Platz sechs und die damit verbundene direkte Viertelfinal-Qualifikation. Das Spiel hatte jetzt längst Play-off-Charakter, war geprägt von bissigen Zweikämpfen und viel Einsatz auf beiden Seiten. In der Schlussphase nahm der Druck der Münchner noch weiter zu, sie schnürten die Eisbären fast dauerhaft in deren Drittel ein. Was der Gegner nicht schaffte, besorgten dann die Berliner mit einem Quasi-Eigentor zum 2:2 in der 54. Minute. Unter dem auf dem Rücken liegenden Rob Zepp war die Scheibe irgendwie über die Linie gerutscht, wie die Schiedsrichter per Videobeweis zweifelsfrei belegen konnten.


Ein weiteres Tor fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit, in der notwendig gewordenen Verlängerung trafen Darren Haydar für München und Darin Olver für Berlin jeweils den Pfosten. Die Entscheidung musste letztlich aber im Penaltyschießen fallen, in dem sich die Eisbären dank eines Treffers von Travis Mulock durchsetzten. Jörg Leopold

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