Sport : Deutsche Handballer starten mit 15 Spielern

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Bis 15 Uhr waren gestern die Tore zum Inneren der Max-Schmeling-Halle geschlossen. Vor dem WM-Eröffnungsspiel gegen Brasilien (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe beendet) hatte Handball-Bundestrainer Heiner Brand noch einmal ein Training angesetzt, bei dem er keine Beobachter haben wollte. Nicht etwa, weil er den Panamerikameister als besonders harten Gegner eingestuft hatte, sondern weil für die Deutschen letztlich jede Minute Training zählen kann.

Das Training in diesen Tagen und die ersten zwei Spiele gegen Brasilien und Argentinien (am Sonntag im westfälischen Halle) dienen im Prinzip nur einem Zweck, bereits gegen Polen am Montag zu einer deutlichen Leistungssteigerung fähig zu sein. Wie wichtig der Vergleich gegen das Team von Bogdan Wenta für den weiteren WM-Verlauf ist, davon zeugt auch, dass Brand zunächst mit einem Kader von nur 15 Spielern (statt 16 möglichen) antreten wird. Er nahm mit Carsten Lichtlein (Lemgo) überraschend den dritten Torwart aus dem Aufgebot, um eventuell gegen Polen einen weiteren Spieler nachnominieren zu können. Ob er diese Chance nutzt, ließ Brand in Berlin noch offen. Das wird auch vom weiteren Heilungsprozess bei Oleg Velyky (Kronau/Östringen) abhängen, auf dessen Einsatz der Bundestrainer für die Hauptrunde hofft. „Im Moment probieren wir alle Therapien, die es gibt – und planen nur von Tag zu Tag“, sagt der gebürtige Ukrainer, während Brand meint: „Es gibt Hoffnung.“ Nicht überraschend kam eine zweite Personalie: Brand entschied sich für Michael Haaß (Kronau/Östringen) und gegen Stefan Schröder (Hamburg). Warum? „Die Belastung ist für die Rückraumspieler bei der WM am größten“, sagt Brand. heit

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