Sport : Deutsche Kanuten glänzen auf ihrer Hausstrecke

-

Duisburg - Sieben Siege beim Auftritt im eigenen Land: Die deutschen Kanuten haben beim Weltcup in Duisburg eine gute sportliche Bilanz erzielt. Die Resultate sind eine wichtige Standortbestimmung für die Europameisterschaft im Juli in Racice/Tschechien und die einen Monat später stattfindende Weltmeisterschaft in Szeged/Ungarn.

Nur der dreimalige Olympiasieger Andreas Dittmer aus Neubrandenburg patzte gestern. Dittmer, der am Vortag über 500 Meter den Russen Maxim Opalew bezwungen hatte, belegte über 1000 Meter nur Platz sieben. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals so weit hinten war“, sagte Dittmer über den Rückstand von mehr als acht Sekunden auf den Sieger Attila Vajda aus Ungarn. Dittmer hatte Pech, weil der Gegenwind auf seiner Bahn besonders starke Auswirkungen hatte, aber der 34-Jährige sagte nach vielen Starts in den vergangenen Wochen auch: „Irgendwann ist der Akku leer, ich bin keine Maschine.“

Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) im Kajak-Einer, Andreas Ihle/Rupert Wagner (Magdeburg/Essen) im Kajak-Zweier und der Canadier-Vierer dagegen gewannen gestern jeweils über 1000 Meter. Auf der Hausstrecke des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) hatten zudem über 500 Meter der Kajak-Vierer der Frauen, der Kajak-Zweier mit Ronald Rauhe/Tim Wieskötter (beide Potsdam) und der Canadier-Zweier mit Robert Nuck/Stefan Holtz (Leipzig/Karlsruhe) Siege geholt. Der Kajak-Vierer um Olympiasiegerin Carolin Leonhardt (Mannheim) belegte über 1000 Meter Platz drei. In dem Boot fehlte die Rekord- Olympiasiegerin Birgit Fischer, die in diesem Jahr nach einem Streit mit dem DKV keine internationalen Wettkämpfe bestreiten will. „Ich bin zufrieden, dass wir wieder viele junge Leute heranführen konnten“, sagte DKV-Präsident Olaf Heukrodt.

Die positive Gesamtbilanz trübte ausgerechnet ein ansonsten zuverlässiges Erfolgspaar. Die Olympiasieger im Canadier-Zweier, Christian Gille und Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen), verpassten über 500 Meter den Endlauf und fuhren über 1000 Meter – allerdings durch Wind benachteiligt – weit hinterher. „Wir wissen, was sie können, aber sie müssen noch ein Stück zulegen“, sagte Bundestrainer Reiner Kießler über die Weltmeister auf den beiden Strecken. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben