Sport : Deutsche Kanuten holen vier EM-Titel

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Posen Die deutschen Kanuten sind mit vier Titeln über die olympische 1000-Meter-Strecke in die Europameisterschaften in Polen gestartet. Zunächst gewann der dreimalige Olympiasieger Andreas Dittmer aus Neubrandenburg auf dem welligen Maltasee in Posen seinen vierten EM-Titel und den ersten für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) bei dieser Veranstaltung. Danach waren bei kräftigem Rückenwind die Potsdamerin Katrin Wagner-Augustin im Kajak-Einer, der Canadier-Zweier mit Christian Gille und Tomasz Wylenzek sowie der Canadier-Vierer schneller als die Konkurrenz. Bei ihrem ersten Rennen in Posen führte die achtmalige Olympiasiegerin Birgit Fischer den Kajak-Vierer zur Silbermedaille. Zudem konnten die Kanuten zweimal Bronze bejubeln: Die beiden Kajak-Zweier gewannen die sechste und die siebte Medaille am ersten Finaltag für den DKV.

„Das waren schwierige äußere Bedingungen, da musste man sich durchkämpfen“, sagte Andreas Dittmer, der fast ein Jahr nach seiner Finalniederlage bei den Olympischen Spielen in Athen die Konkurrenz klar beherrschte. „Ich war schon etwas irritiert, als ich nach 500 Metern keinen mehr neben mir gesehen habe.“ Dittmer setzte sich vor dem Russen Maxim Opalew und dem Weißrussen Aliaxandr Schukowski durch. Der Olympiasieger über diese Strecke, der Spanier David Cal, enttäuschte als Sechster. „Das hat sich schon in den Vorläufen angedeutet“, sagte Dittmer.

Auch Christian Gille und Tomasz Wylenzek dominierten im Canadier-Zweier ihren Endlauf, die Olympiasieger hatten im Ziel mehr als zwei Sekunden Vorsprung. Der erstmals seit längerem wieder aufgebotene Canadier-Vierer holte sich in der Besetzung Robert Nuck, Stephan Holtz, Stephan Breuing und Thomas Lück ebenfalls die Goldmedaille.

Die 43 Jahre alte Brandenburgerin Fischer war mit drei jungen Kolleginnen an den Start an den Start gegangen: mit der 20 Jahre alten Carolin Leonhardt, der 22-jährigen Judith Hörmann und Maren Knebel (21). Am Start machte Hörmann einen Fehler, das Boot fand daher erst nach einigen Schlägen den Rhythmus. Die verlorene Zeit konnten die vier Kanutinnen nicht mehr gutmachen. Im Ziel lag das Team eine halbe Sekunde hinter Gastgeber Polen.

Der Kajak-Vierer der Männer enttäuschte hingegen. Das vom 18 Jahre alten Schlagmann Norman Bröckl angeführte Boot erreichte am Ende nur den achten Platz. dpa

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